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Ex-Ferrari-Teamchef wird neuer Lamborghini-Boss

Der ehemalige Ferrari-Formel-1-Teamchef Stefano Domenicali geht von Audi nach Italien: Der 50-Jährige wird Nachfolger von Stephan Winkelmann bei Lamborghini

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Ferrari-Formel-1-Teamchef Stefano Domenicali hat einen neuen Job. Der 50-Jährige wird in rund drei Wochen den Chefposten bei Lamborghini einnehmen. Damit wechselt Domenicali von einer Volkswagen-Marke zur nächsten. Seit Ende 2014 hatte der Italiener in Ingolstadt eine Beraterrolle ausgefüllt. Offiziell sollte Domenicali die "Entwicklung neuer Geschäftsfelder" voranbringen, in der Realität erstellte er jedoch unter anderem ein Konzept für einen möglichen Formel-1-Einstieg von Audi.

Stefano Domenicali

Stefano Domenicali war von 2007 bis 2014 Ferrari-Rennleiter in der Formel 1 Zoom

Nachdem auch der bislang letzte Vorstoß der Anhänger der Königsklasse aus dem Lager der Vier Ringe am Veto der Kritiker aus Wolfsburg scheiterte, musste für Domenicali ein neues Aufgabenfeld gefunden werden. Aufgrund der zahlreichen Umstrukturierungen innerhalb der Audi AG ergab sich nun eine Chance. Stephan Winkelmann, der bisherige CEO von Lamborghini (eine Marke der Audi AG), wechselt als neuer Chef der quattro GmbH nach Neckarsulm.

Domenicali soll den positiven Weg von Lamborghini der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortsetzen. Die italienische Sportwagenmarke hat zuletzt einen neuen Absatzrekord erzielt (3.245 verkaufte Autos im Jahr 2015), im übernächsten Jahr betritt man mit dem Bau eines sportlichen SUVs ein ganz neues Betätigungsfeld. Domenicali wird seine Aufgabe in Sant'Agata Bolognese am 15. März übernehmen. Der 50-Jährige aus Imola war von November 2007 bis April 2014 Teamchef der Scuderia Ferrari in der Formel 1.

"Ich freue mich sehr, diese Herausforderung in einem Umfeld voller großartiger Traditionen annehmen zu dürfen", sagt der Ex-Ferrari-Formel-1-Teamchef. "Es liegt nun an mir, die Erfolge meines Vorgängers Stephan Winkelmann mit Lamborghini fortzuführen." Domenciali vertrat seit 2009 die Belange von Ferrari im Motorsport-Weltrat der FIA. Als Leiter der Kommission für Formelsport ist er immer noch in wichtigen Gremien des Automobil-Weltverbandes vertreten.

Der Wechsel von Domenicali zu den Italienern setzt das Stühlerücken bei Audi fort. Nachdem Sportchef Wolfgang Ullrich seinen Vertrag im vergangenen Sommer um zwei weitere Jahre verlängert hatte, begann eine umfangreiche Umstrukturierung. Unter anderem zog man den bisherigen LMP1-Rennleiter Chris Reinke aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ab und machte ihm zum neuen Chef des Audi-Kundensports. Wer Reinke in der Le-Mans-Szene beerben wird, steht noch nicht fest.

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