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Emerson Fittipaldi: Formel 1 braucht zwei, drei Teams mehr

Emerson Fittipaldi würde sich zwei oder drei weitere Teams in der Formel 1 wünschen, um Talenten eine Chance zu ermöglichen - Plädoyer für Andretti

(Motorsport-Total.com) - Nach Nyck de Vries 2020 und Oscar Piastri 2022 wird auch der dritte Formel-2-Meister in vier Jahren im Kampf um ein Formel-1-Cockpit leer ausgehen. Felipe Drugovich hat den direkten Unterbau der Königsklasse souverän vorzeitig für sich entschieden, konnte für 2023 aber nur die Rolle als Testfahrer bei Aston Martin ergattern.

Emerson Fittipaldi

Emerson Fittipaldi wurde 1972 und 1974 Formel-1-Weltmeister Zoom

Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi, dessen Enkel Enzo aktuell Sechster in der Formel 2 ist, sieht das Problem darin, dass die Formel 1 zu wenig Cockpits zur Verfügung hat. "Meiner Meinung nach brauchen wir mehr Formel-1-Teams, damit es mehr Cockpits gibt", sagt der Brasilianer gegenüber 'Vegas Insider'.

Er würde gerne zwei oder drei weitere Teams sehen und somit sechs zusätzliche Autos im Feld, die das Reglement auch hergeben würden. Denn aktuell ist das Feld der Meisterschaft auf 26 Teilnehmer begrenzt - in Wirklichkeit fahren aber nur 20.

Eine höhere Anzahl an Fahrern wäre für Fittipaldi kein Problem: "In den 70ern hatten einige Grands Prix fast 30 Autos", sagt er. "Wir brauchen einfach mehr Autos. Das wäre besser für Sponsoren, Fans, das TV und für die jungen Talente, die in der Formel 1 sein möchten. Das würde ihnen mehr Möglichkeiten verschaffen."


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Die Möglichkeit, das Feld aufzustocken, hätte die Formel 1 definitiv: Andretti hat sich für 2024 ziemlich offensiv beworben, und laut Formel-1-Boss Stefano Domenicali hätten auch andere Parteien an einem Einstieg Interesse gezeigt. Bislang hat das Andretti-Projekt aber nur Ablehnung erfahren, obwohl man sogar bereit wäre, die 200 Millionen US-Dollar Antrittsgeld zu bezahlen.

Fittipaldi ist der Meinung, dass die Formel 1 mehr tun sollte, um das Team in die Königsklasse zu holen: "Ich habe im Juli bei der Formel E mit Michael [Andretti] gesprochen. Er ist sehr motiviert, ein vollkommen amerikanisches Team zu haben."


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Das wäre für die Formel 1 und vor allem für den amerikanischen Rennsport ein Gewinn, glaubt er. "Das wird ein deutlich größeres Interesse an der Formel 1 schaffen", ist er überzeugt.

Die Formel 1 selbst ist aber gewillt, die aktuelle Zahl von zehn gesunden Teams nicht um jeden Preis anzuheben. Auch die Teams selbst sind dagegen, weil sie ihr Preisgeld dann mit einem weiteren Konkurrenten teilen müssen.

Der Leiter nach oben hilft es aber nicht, wenn drei der vergangenen vier Formel-2-Meister erst einmal stranden.