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Einstiger Rebell am Ende: FOTA wird aufgelöst

Das Kapitel FOTA ist beendet: Nachdem bereits die Global Player ihren Rückzug aus der Vereinigung bekanntgegeben haben, ist das Thema FOTA nun vorbei

(Motorsport-Total.com) - Die Teamvereinigung FOTA ist Geschichte. Nachdem sich der Untergang schon lange abgezeichnet hatte, so ist das Kapitel FOTA nun endgültig beendet, wie FOTA-Direktor Oliver Weingarten mitteilt. Die 2008 gegründete Teamvereinigung hat sich nun nach sechs Jahren aufgelöst, nachdem sowieso nur noch sieben der elf Teams engagiert waren.

FOTA-Logo

FOTA (2008-2014): Die (vorgetäuschte) Einigkeit unter den Teams gab es nur kurz Zoom

2008 hatte sich die FOTA gegründet, um die Interessen aller Teams zu vereinen und einen Standpunkt gegenüber der FIA zu vertreten. Mit Hilfe der Vereinigung konnte man durch Drohung einer Konkurrenzserie beispielsweise das von Max Mosley geplante Budgetlimit abschmettern und ein eigenes Kostenreduzierungsabkommen durchsetzen, das unter anderem die heutige Testbeschränkung regelt.

Zudem war die Organisation maßgeblich an der Regulierung von Windkanaltests, der Einführung der allgemeinen Sommerpause im August und den Verträgen mit Reifenzulieferer Pirelli beteiligt. Sie koordinierte die Testfahrten, verhandelte dabei mit Streckenbetreibern, löste das Steuerproblem in Indien und sorgte für eine Verbesserung der Infrastrukturen in diversen Fahrerlagern.

Und trotz all dieser Erfolge befand sich die FOTA in den vergangenen Jahren auf dem absteigenden Ast. Differenzen bezüglich der Kostenreduzierung führten zu einem Ausstieg von Red Bull und Ferrari, die Toro Rosso und Sauber gleich mit sich nahmen. Die restlichen sieben Mitglieder waren bis jetzt Mitglied der FOTA und haben ihre Beiträge bezahlt.

Ein weiteres Puzzlestück zum Auflösen der FOTA war die Entmachtung von McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, der als Vorsitzender gleichzeitig die Fäden der Teamvereinigung in den Händen hielt. Doch mit seinem Abgang musste der Brite auch den Posten bei der FOTA räumen, die bis zuletzt keinen geeigneten Nachfolger finden konnte. Und das muss sie jetzt auch nicht mehr...

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