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Ecclestone zu Vettels Eis-Metapher: "Wird Schokolade geben"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nimmt Sebastian Vettels sinnbildliche Beschreibung der Qualifying-Misere auf und verspricht: Man will auf die Fans hören

(Motorsport-Total.com) - Und plötzlich geht es nur noch um Eis... Nachdem Ferrari-Pilot Sebastian Vettel seine Kritik am neuen Qualifying in eine Metapher aus dem Süßwarengeschäft verpackt hat, stellt sich im Fahrerlager von Bahrain nur noch eine Frage: Vanille oder Schokolade? Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geht auf das Sinnbild ein und verspricht auf kulinarische wie auch auf sportliche Vorzüge einzugehen.

Bernie Ecclestone, Maurizio Arrivabene, Sebastian Vettel © LAT
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone erweist sich als Eiskenner

"Warum ich Vanille-Eis verkaufe... Es wird gesagt, dass alle Schokolade haben wollen, aber wir wissen es nicht genau", sagt Ecclestone am Rande des Rennwochenendes in Bahrain, wo das umstrittene Qualifying-Format zum zweiten Mal durchgeführt wurde. "Wir haben Vanille ausprobiert und wissen noch nicht so recht, ob wir Schokolade wollen. Wenn wir es endlich wissen, wird es Schokoladen-Eis geben."

Heißt im Klartext: Promoter Ecclestone und die Verantwortlichen der Königsklasse haben die Kritik an dem Eliminierungsverfahren durchaus wahrgenommen und wollen darauf eingehen. In Vettels Original-Metapher hieß es nämlich: "Du verkaufst Eis: die Sorte Vanille. Jeder, der in deinen Laden kommt, will Schokolade. Am nächsten Tag sperrst du auf und alle sind überzeugt, du würdest Schokolade anbieten. Stattdessen verkaufst du wieder Vanille."

Bestellt ist die Schokoladen-Lieferung aber noch nicht. Bei einem am Sonntagmittag angesetzten Meeting zur Besprechung einer möglichen Änderung des Qualifyings kam noch kein Ergebnis heraus. Die Teamchefs hatten sich dabei mit FIA-Präsident Jean Todt und Ecclestone zusammengesetzt und in eineinhalb Stunden nur mögliche Vorschläge und einen Abstimmungstermin beschlossen. Ob es bei der Zusammenkunft auch Eis gab, ist nicht bekannt.