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  • 04.04.2016 · 00:17

  • von Dominik Sharaf

Force-India-Debakel: Nach zwei Runden war der Ofen aus

Nico Hülkenberg und Sergio Perez zerstörten sich bei Kollisionen ihre Autos und ruinierten sich im Verkehr ihre Reifen: "Nicht das, was wir leisten können"

(Motorsport-Total.com) - Für die Force-India-Piloten Nico Hülkenberg und Sergio Perez war der Bahrain-Grand-Prix am Sonntag nach zwei Rennrunden praktisch beendet: Der Deutsche demolierte seinen Dienstwagen schon in der ersten Kurve, der Mexikaner sorgte keine sechs Kilometer später für Kleinholz. Beide schleppten ihre Autos noch auf den Rängen 15 und 16 ins Ziel, wirkten dabei aber wie rollende Schikanen. "Ein schwieriges und enttäuschendes Rennen, in dem kaum etwas nach Plan lief", sagt Hülkenberg.

Sergio Perez, Nico Hülkenberg

Perez und Hülkenberg hatten in Bahrain erst kein Glück, dann auch noch Pech Zoom

Er hadert mit dem Auffahrunfall gleich zu Beginn, bei dem er sich nicht als Schuldigen sieht, weil die Reaktionszeit gegen Null tendiert hätte: "Die erste Runde hat mein Rennen zerstört. Mein Start war schwach, ich war schon in Kurve eins im Hintertreffen. Dann gab es am Scheitelpunkt plötzlich einen Stau und ich bin irgendwem ins Heck gefahren", so Hülkenberg, der sich einen Schaden am Frontflügel einhandelte und zum Nasentausch an die Box musste. Im Verkehr gab es dann kaum Vorankommen.

"Ich stecke immer fest und in Zweikämpfen, also bauten die Reifen stark ab", erklärt er und sieht Force India unter Wert geschlagen, schließlich spielte die Powerstrecke Bahrain dem Team in die Karten. "Ich glaube nicht, dass der Sonntag unsere wahre Leistungsfähigkeit widergespiegelt hat", unterstreicht Hülkenberg, der nach starkem Qualifying eigentlich mit WM-Punkten geliebäugelt hatte.


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Auch Sergio Perez ist alles andere als glücklich mit seinem Abschneiden. Er räumt einen Fehler ein, der in einer Kollision mündete: "Ich hatte einen großartigen Start und habe auch gewaltig Boden gutgemacht. Leider gab es in Runde zwei Feindkontakt mit Carlos Sainz, was für mich praktisch das Rennende bedeutete", erinnert er sich an eine Fahrt zu einem Reparaturstopp, die er ohne Frontflügel unternehmen musste. Er gesteht: "Ich war nahe an ihm dran und als ich innen auf den Gummiabrieb kam, konnte ich das Auto einfach nicht mehr abfangen."