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Ecclestone fühlt sich verarscht: "Manor wird dafür bezahlen!"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist vom Verhalten Manors alles andere als angetan und möchte sich vom Team Geld für die Nichtteilnahme zurückholen

(Motorsport-Total.com) - Dass Bernie Ecclestone kein Freund der kleinen Team ist, ist hinlänglich bekannt. Seiner Meinung nach sollten sich nur Mannschaften in der Königsklasse versuchen, die sich diese auch leisten können. In Australien konnte sich Manor das nicht. Zwar bekam die Truppe, die der Insolvenz in letzter Sekunde von der Schippe sprang, beide Autos durch die Abnahme, doch aufgrund fehlender Software legten Roberto Merhi und Will Stevens keinen einzigen Meter im Albert Park zurück.

Will Stevens

Will Stevens und seinem Team blieb in Melbourne nur die Zuschauerrolle Zoom

Ecclestone führt sich vom Team an der Nase herumgeführt. Seiner Meinung nach hatte Manor nie vor, in Melbourne wirklich zu fahren, stattdessen wollten sie mit dem Auftauchen nur ihr Preisgeld der vergangenen Saison sichern. "Sie hatten keine Intention, in Australien zu fahren. Null!", wütet der Zampano im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'Reuters'. "Sie hätten nicht einmal fahren können, wenn man ihnen ein Maschinengewehr an den Kopf gehalten hätte!"

Zwar hatte der Brite so ein Vorgehen des Teams bereits erwartet, doch nun bereut er, nichts dagegen unternommen zu haben: "Wir hätten Manor niemals nie erlauben dürfen, das zu tun, was sie getan haben. Das ist unsere Schuld", schüttelt er mit dem Kopf und kündigt Konsequenzen an: "Sie sind nicht angetreten, und dafür werden sie bezahlen müssen!" So möchte sich Ecclestone unter anderem die Frachtkosten zurückholen, die den Teams für die Reise nach Australien erstattet wurden.


Fotostrecke: F1 Backstage: Melbourne

Die Rennkommissare in Australien waren hingegen gnädig mit dem ehemaligen Marussia-Rennstall und verhängten ihm gegenüber keine Sanktionen für die Nichtteilnahme, weil man "alle möglichen Anstrengungen" unternommen habe, um die Autos für den Grand Prix bereit zu machen. Fraglich ist allerdings, wie lange sich Bernie Ecclestone die Posse noch mit anschaut, sollte Manor auch in Malaysia nicht fahrbereit sein.