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Ecclestone: "Vielleicht wollen die Deutschen keine Formel 1"

Das Zittern um den Hockenheim-Termin geht weiter: Bernie Ecclestone will keine Sonderkonditionen machen und fragt: Was wollen die Deutschen eigentlich noch?

(Motorsport-Total.com) - Vier deutsche Fahrer fahren 2016 in der Formel 1, einer davon steht kurz vor dem Gewinn des WM-Titels. Mit Mercedes dominiert ein deutscher Hersteller seit Jahren die Königsklasse. Trotzdem zieht der Große Preis von Deutschland nicht mehr: 57.000 Rennzuschauer stellten 2016 zwar keinen Negativrekord dar, sind aber selbst im Vergleich mit Rennen außerhalb Europas sehr mager. Bernie Ecclestone fragt sich, was die Deutschen denn noch brauchen. Hockenheim preislich entgegenzukommen, steht aber außer Frage.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone weiß nicht, was mit den Deutschen los ist Zoom

Im Formel-1-Kalender 2017 steht das Hockenheim-Rennen als provisorischer Termin Ende Juli im Kalender. Ob er stattfindet, ist aber alles andere als sicher. "Vielleicht wollen sie einfach keine Formel 1", spottet Ecclestone gegenüber 'Formula1.com' über das Land der Autofahrer. "Es ist wirklich merkwürdig, wenn man sich ihre Formel-1-Geschichte ansieht. Sie haben mehrere erfolgreiche Fahrer und ein erfolgreiches Team. Ich weiß nicht, was sie noch mehr wollen."

Das deutsche Publikum scheint immer weniger gewillt, dreistellige Beträge für eine Eintrittskarte zu zahlen. Den Deutschen finanziell entgegenzukommen, stellt für ihn aber keine Alternative dar: "Sie können die Gebühren nicht bezahlen, die wir für sie schon gesenkt haben. Es sieht so aus, als würde es der Promoter nicht fertigbringen, es finanziell tragfähig zu machen. Es wäre nicht fair, wenn sie weniger bezahlen würden als die anderen europäischen Austragungsorte. Wir versuchen es so zu halten, dass alle Europäer denselben Betrag zahlen."

Es geht um eine Gebühr von etwa zwölf Millionen Euro, andere Länder wie Aserbaidschan zahlen mehr als das Doppelte. Deshalb ist der 86-Jährige nicht bereit, dem Hockenheimring Sonderkonditionen zuzugestehen. Die Möglichkeit, selbst als Promoter aufzutreten, will sich der Formel-1-Zampano aber auch nicht antun. Er weiß zu sehr um das Risiko. Nachdem es 2015 keinen Großen Preis von Deutschland gegeben hat, kann sich das Szenario 2017 also durchaus wiederholen.

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