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Ecclestone: Liberty Media will mit Formel 1 Geld verdienen

Bernie Ecclestone relativiert die Kritik an CVC Capital Partners und stellt über den neuen Eigentümer Liberty Media klar: "Die sehen das auch nicht als Hobby"

(Motorsport-Total.com) - Der Einstieg von Liberty Media in die Formel 1 wird in den ersten Stunden seit der Bekanntgabe sowohl von Fachmedien als auch von Experten überwiegend positiv bewertet. Die Amerikaner haben bereits signalisiert, dass sie am Kernmarkt Europa festhalten wollen, und stellen zudem ein neues Geschäftsmodell in Aussicht, bei dem die Teams mit Anteilen beteiligt werden sollen und die Eintrittspreise sinken könnten.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone stellt klar, dass auch Liberty nicht aus Nächstenliebe investiert Zoom

Der bisherige Kontrolleigentümer CVC Capital Partners (voraussichtlich noch bis zum ersten Quartal 2017) hingegen hatte in den vergangenen Jahren immer wieder scharfe Kritik einstecken müssen. Force Indias Stellvertretender Teamchef Robert Fernley beispielsweise hatte CVC unterstellt, die Formel 1 "vergewaltigt" und "einen katastrophalen Job" gemacht zu haben. Der Vorwurf: CVC habe viel Geld verdient, aber zu wenig in die Entwicklung des Sports reinvestiert.

Bernie Ecclestone, der auch unter Liberty-Regentschaft noch drei Jahre Geschäftsführer der Formel 1 bleiben soll, stellt aber klar, dass die neuen Eigentümer auch in erster Linie eingestiegen sind, um Geld zu verdienen: "Ich verstehe nicht, warum CVC immer wieder kritisiert wurde. Sie waren Shareholder und nicht Geschäftsführer. Sie haben das Unternehmen gekauft, um Geld zu verdienen."

"Das wird auch die Absicht von Liberty sein. Die sehen das nicht als Hobby, also sind die Voraussetzungen nicht anders als bei CVC", so Ecclestone gegenüber 'Autosport', übrigens noch bevor der Acht-Milliarden-Dollar-Deal gestern Nacht offiziell bekannt gegeben wurde. Aber: "Ich hoffe wirklich, dass dieser Deal für die Formel 1 etwas Positives ist. Alle scheinen guter Dinge und glücklich zu sein. Zu denen zähle ich mich auch."

Ecclestone hat auch allen Grund dazu. Bei einer Bewertung von acht Milliarden US-Dollar für die Formel-1-Dachgesellschaft Delta Topco ist sein Anteil 424 Millionen Dollar (umgerechnet 377 Millionen Euro) wert. Dazu kommt noch der Anteil seiner Familien-Treuhandgesellschaft Bambino im Wert von weiteren 680 Millionen Dollar (605 Millionen Euro). Allerdings wird Bambino nicht von Ecclestone selbst, sondern von seiner Ex-Frau Slavica kontrolliert.

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