powered by Motorsport.com

Fernley glaubt: Formel 1 wird unter Liberty wieder wachsen

Force Indias Robert Fernley setzt seine Hoffnungen auf den neuen Formel-1-Eigentümer Liberty Media und schießt noch einmal gegen CVC

(Motorsport-Total.com) - Force Indias stellvertretender Teamchef Robert Fernley hat CVC noch einmal kritisiert und hofft, dass der neue Eigentümer Liberty Media für Wachstum in der Formel 1 sorgen kann. Der amerikanische Medien-, Kommunikations- und Entertainment-Gigant Liberty hat den ersten Schritt zur mehrheitlichen Übernahme der Formel 1 am Mittwoch komplettiert. Im ersten Quartal von 2017 soll der Acht-Milliarden-Dollar-Deal über die Bühne gehen.

Robert Fernley

Robert Fernley sieht in Liberty Media eine neue Chance für die Formel 1 Zoom

Fernley, der den vorherigen Mehrheitseigentümer CVC Capital Partners lautstark kritisiert hat, möchte nun, dass Liberty Media in die Formel 1 investiert und zu Fortschritten verhilft. "Man kann sagen, dass ich in der Vergangenheit etwas kritisch mit CVC war, von daher ist ein neuer Partner gut", meint Fernley. "Mit CVC hatten wir ein Unternehmen, das nur daran interessiert war, mehr Geld herauszuholen."

"Sie haben das gemacht, was sie als Hedgefonds tun sollten, nämlich Geld an ihre Teilhaber zurückzahlen. Sie haben nun verkauft und sich selbst positioniert. Hoffentlich haben sie an ein Unternehmen verkauft, das Wachstum in der Formel 1 schaffen kann. Wenn man eine Mediengruppe dazu holt, dann gibt es natürlich ein Interesse daran, den Sport zu entwickeln. Das zahlt sich dann für beide Seiten aus. Sie werden viel Erfahrung aus den amerikanischen Sport-Franchise-Modellen mitbringen, und das kann nur gut sein."

Fernley glaubt, dass Liberty ein passender Partner für die Formel 1 sein sollte: "Wir besitzen mit der Formel 1 ein einzigartiges Produkt, das von Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) geschaffen wurde, und zu dem auch andere Größen wie Ron Dennis, Frank Williams oder Ken Tyrrell beigetragen haben", sagt er. "Wenn man die Expertise von Liberty Media im Bereich Sportmarketing einbringt, die unerreicht ist, dann bekommt man eine aufregende Mischung."


Fotostrecke: Die zehn spektakulärsten F1-Deals

Liberty Media hat bestätigt, dass man den Teams "die Möglichkeit, am Investment der Formel 1 teilzuhaben" geben wird, wobei einige Ställe schon Interesse signalisiert haben. "Der Teufel liegt im Detail", meint Fernley. "Seltsamerweise haben wir diese Art von Modell schon vor mehr als zwei Jahren CVC vorgeschlagen, von daher ist es erfreulich, dass sich die Dinge nun in diese Richtung entwickelt haben. Natürlich kommt es darauf an, wie es umgesetzt wird. Es wäre ideal, wenn es eine Art Franchise-Modell geben würde, wo die Teams innerhalb des Produkts sicher wären, und die Eigentümer dann kommen und gehen könnten."

Fernley ist auch erfreut, dass Ecclestone als Geschäftsführer an Bord bleibt und zu seinen mehr als 40 Jahren in der Formel 1 weitere hinzufügt. "Wir brauchen Bernie, der den Prozess leitet, und um die Einzigartigkeit zu behalten. Das ist das Wichtigste", so Fernley. "Es wäre ein großer Fehler, Bernies Ende zu sehen. Er muss Teil davon sein. Es muss eine Übergangsphase geben, und trotz unserer Unstimmigkeiten braucht man Bernie, der durch diesen Prozess leitet."