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  • 26.06.2011 13:57

Ecclestone bestätigt Drohung der Formel-1-Strecken

Bernie Ecclestone bestätigt, dass fast alle Rennstrecken mit dem Formel-1-Ausstieg drohen, sollte der neue V6-Motor mit 12.000 Umdrehungen eingeführt werden

(Motorsport-Total.com/SID) - Säbelrasseln gegen "Konservendosen": Nach der Einigung der Formel-1-Kommission auf die Einführung von V6-Turbomotoren im Jahr 2014 haben Rennstrecken in einem Brief an den Automobilweltverband FIA mit dem Ausstieg aus der Königsklasse gedroht. "Ja, das stimmt, diesen Brief gibt es", bestätigte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone dem 'Sport-Informations-Dienst': "Niemand will zu leise Autos, die Menschen wollen Glamour, deshalb kommen sie zur Formel 1."

Titel-Bild zur News: Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone hat keine Lust auf zu schwache Formel-1-Motoren

Nicht wenige vermuten, dass Ecclestone die nun voranmarschierenden Streckenbetreiber instrumentalisiert hat. Während FIA-Präsident Jean Todt stets den Weg in eine "grüne Formel 1" sucht und ab 2013 eigentlich Vierzylinder-Motoren einführen wollte, hatte Ecclestone auf die Wichtigkeit des Motorensounds verwiesen.

In der 26-köpfigen Kommission, die sich am Mittwoch auf die V6-Motoren ab 2014 geeinigt hat, saßen auch der 80 Jahre alte Brite und Vertreter der Strecken. Der Kompromiss muss noch am 30. Juni vom FIA-Weltrat abgesegnet werden.

Ob der Protest ernst zu nehmen ist, ist fraglich. Von den Verantwortlichen der deutschen Strecken Hockenheim- und Nürburgring gab es bisher keine Bestätigung. Auch scheint die Drohung, komplett in die Indy-Serie zu wechseln, nicht realistisch.

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