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Durchbruch in Monaco: Wieso Kwjat in Spanien schwächelte

Welche Probleme Daniil Kwjat bei seinem Toro-Rosso-Comeback in Spanien hatte, wieso es jetzt besser läuft und wie er seine Zukunft ohne Red Bull plant

(Motorsport-Total.com) - In Barcelona wirkte Daniil Kwjat wie ein geprügelter Hund: Während Ersatzmann Max Verstappen im Red Bull triumphierte, fuhr der zu Toro Rosso degradierte Russe mit Rundenrückstand der Spitzengruppe hinterher. Selbst gegen Carlos Sainz sah er kein Land. Am ersten Trainingstag in Monaco zeigte sich ein konträres Bild: Der Toro-Rosso-Neuankömmling hatte den Spanier plötzlich im Griff.

Daniil Kwjat

Kwjat ist hungrig: Mit Toro Rosso will er seine Karriere wieder in Schuss bringen Zoom

Und gibt zu, dass er in Barcelona noch unter Anpassungsschwierigkeiten litt. "Am Anfang war es nicht einfach", erklärt Kwjat. "Die neuen Abläufe nahmen einen Teil meiner Kapazitäten in Anspruch, denn ich musste immer zweimal nachdenken. Manchmal vergisst man etwas und muss es gegenchecken."

Barcelona-Test brachte die Trendwende

Beim Test nach dem Spanien-Wochenende auf dem Circuit de Catalunya-Barcelona bekam Kwjat dann die Situation in den Griff. "Der Testtag war wichtig, denn nun kann ich meine normale Arbeit leisten, denn jetzt habe ich das Auto gut genug kennengelernt. Das Gefühl wird besser und besser, alles wirkt eingespielt, und ich fühle mich wohl."

Daniil Kwjat

Wohlfühlfaktor: Kwjat fuhr bis auf wenige Zentimeter an die Leitplanken heran Zoom

Kwjat fuhr zwar bereits bis vor zwei Jahren für Toro Rosso, doch in der Zwischenzeit hat sich beim kleinen Team aus Faenza vieles geändert. Dass er von Motorsportkonsulent Helmut Marko nach dem Red-Bull-Rauswurf nur gnadenhalber dort geparkt wurde und der Fokus auf Sainz liegt, kann der 22-Jährige nicht bestätigen: "Das Team hat mich diesbezüglich bisher sehr gut unterstützt. Sie haben sehr rasch reagiert. Ich bin sehr glücklich, wie die Jungs für mich arbeiten."

Alles, was rasch auf den neuen Piloten angepasst werden konnte, wurde getan, bestätigt Kwjat. Bei längerfristigen Angelegenheiten wie der Lenkung sei noch etwas Geduld gefragt. "Bei der Art und Weise, wie das Lenkrad reagiert, hatte ich immer meine eigenen Vorlieben, so wie viele anderen Fahrer", spielt er zum Beispiel auf Kimi Räikkönen an, der bei Lotus lange nicht restlos glücklich war.

Zukunft: Kwjat plant nicht mit Red Bull

Kwjat hat sich inzwischen mit den Rückschlägen der vergangenen Wochen angefreundet: "Ich lebe doch nicht in einer Traumwelt, sondern in der Realität. Alles, was ich jetzt tun kann, ist so hart wie möglich zu pushen." Abgesehen davon nimmt er sich kein Blatt mehr vor den Mund: "Ich habe vor nichts Angst. Ich sage, was ich mir denke. Wenn das jemandem nicht gefällt, ist das nicht mein Problem."

Doch wie sieht die Zukunft Kwjats aus? Eine Rückkehr zum A-Team gilt als ausgeschlossen, beim Red-Bull-B-Team hat man sich der Ausbildung der eigenen Junioren verschrieben, also muss sich der Mann aus Ufa vermutlich woanders umschauen. "Warum nicht?", sagt er gegenüber 'f1i.com'. "Alles ist möglich. Manchmal benötigt man einen Tapetenwechsel, und wer weiß, was die Zukunft für mich bereithält."

Zunächst benötigt er aber gute Ergebnisse mit Toro Rosso. Darauf liegt nun sein Fokus: "Sie haben mich so toll unterstützt, also möchte ich bis zum Saisonende 101 Prozent für sie geben, ganz egal was dann kommt." Vielleicht trägt diese Strategie schon am kommenden Sonntag Früchte.

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