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Die Renault-Farben: "Wir wollten etwas Klassisches"

Von wegen Tabak-Werbung: Renault-Teameigner Gerard Lopez erläutert, weshalb das Farbdesign seines Rennstalls keine Zigaretten-Marke bewirbt

(Motorsport-Total.com) - Die neue Farbgebung der Renault-Rennwagen ist schon seit einigen Wochen bekannt - und seither nicht ganz unumstritten. Vor allem in Kanada regt sich Widerstand gegen die schwarz-goldene Lackierung, die an die Lotus-Fahrzeuge mit John-Player-Special-Werbung aus den 1980er-Jahren erinnert. Ein Bruch des Tabak-Werbeverbots hat man bei Renault damit allerdings nicht im Sinn.

Witali Petrow, Robert Kubica

Diese Lackierung versteht sich nicht als Tabakwerbung, sondern eher als Hommage Zoom

Dies erläuterte Teameigner Gerard Lopez einmal mehr am Rande der Präsentation des R31 im spanischen Valencia. "Wir unterhalten keinerlei Beziehungen zu einer Tabakmarke. Selbst wenn das so wäre - es gibt ein weiteres berühmtes Formel-1-Team, dessen Farben sehr ähnlich sind wie die eines Zigaretten-Herstellers", sagt Lopez im Hinblick auf das Marlboro-Titelsponsoring bei Ferrari.

Die Roten aus Maranello verzichten in diesem Jahr auf Barcode-Logos oder sonstige Aufkleber, die mit der Zigarettenmarke in Verbindung gebracht werden könnten: Auf der Airbox der F150-Autos prangt in diesem Jahr das neue Teamlogo, viele Fahrzeugflächen sind einfach nur rot. Bei Renault gehe es indes wirklich nur um die reine Kolorierung: "Schwarz und Gold sind einfache Farben."


Fotos: Präsentation des Renault R31


"Wir wollten etwas Klassisches und Ikonisches haben", erklärt Lopez und bemüht eine kleine Anekdote: "Als ich noch ein Kind war, floss mein erstes Taschengeld in ein schwarz-goldenes Formel-1-Spielzeug-Auto. Das ist doch gerade der Punkt: Selbst als Teenager brauchte ich eine ganze Weile, um zu verstehen, dass der Rennwagen damals eine Tabakmarke als Sponsor hatte", hält Lopez fest.

Hier und jetzt brauche sich niemand an Tabakwerbung erinnert zu fühlen, weil es darum gar nicht gehe, so der Geschäftsmann. "Wir haben gewiss kein Interesse daran, irgendein Unternehmen zu bewerben. Wenn jemand ein Problem damit hat, dann hat dieser jemand ein Problem mit einem Thema, das es nicht gibt", stellt der Renault-Teameigner klar. Dem Team gehe es nur um den Look.

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