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  • 07.10.2013 · 14:41

  • von Rencken, Pape und Fischer

Di Resta räumt Schuld ein, aber keinen Fehler

Force-India-Pilot Paul di Resta nimmt die Schuld an seinem Unfall in Südkorea auf sich, sieht aber nicht, wo er etwas falsch gemacht haben soll

(Motorsport-Total.com) - Bis zum Großen Preis von Silverstone lief die Saison für Paul di Resta nach Plan: 36 Punkte holte er für Force India in den ersten acht Rennen, danach folgte kein einziger mehr. Der Schotte kam somit in den letzten sechs Rennen nicht unter die besten zehn Fahrer. Und was noch schlimmer ist: In den vergangenen vier Rennen stehen vier Ausfälle zu Buche. Denn auch in Südkorea verunfallte di Resta in Runde 26, schlug seitlich gegen eine Mauer, sodass die Hinterachse seines Boliden brach; ohne Fremdeinwirkung kam er ins Schleudern und drehte sich.

Paul di Resta

Paul di Resta musste sich schon etwas früher den Fragen der Journalisten stellen Zoom

"Es scheint so, als hätte ich irgendjemanden verärgert", rätselt der Schotte über die jüngste Pechsträhne mit vier unfallbedingten Ausfällen in Folge. Für den gestrigen Ausfall nimmt er zwar vorerst die Schuld auf seine Kappe, doch ganz überzeugt ist er von der Vorstellung nicht: "Ich habe mir das Replay angesehen und kann nicht erkennen, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe." Laut dem Force-India-Piloten habe das innere Vorderrad ein wenig den Bodenkontakt verloren, bevor das Auto aufsetzte und ihn in die Bande schickte.

"Ich muss zugeben, dass ich hart gepusht habe, aber es ist nicht so, dass ich über einen großen Randstein gefahren bin und das Auto da verloren habe", hadert der Schotte ein wenig. Schon zuvor war der 27-Jährige im Zweikampf mit Sergio Perez aneinandergeraten. In Runde 20 kam daraufhin die Verkündung der Rennleitung, der Vorfall werde nach dem Rennen untersucht - bislang ohne Konsequenzen. Damit dürfte auch Sky-Experte Marc Surer, der das Manöver als Rennereignis einstufte und direkt an die Kommissare appellierte: "Lasst die bitte in Ruhe", zufrieden sein.


Fotostrecke: Pressestimmen zum GP Südkorea

In Japan wartet der Force-India-Pilot endlich mal wieder auf ein Erfolgserlebnis. Für den ehemaligen DTM-Champion kommt der Grand Prix in dieser Woche sehr gelegen, um die Pechsträhne nicht noch länger mit sich herumzutragen. Auch in der WM sollte der zehntplatzierte di Resta langsam mal wieder in Fahrt kommen: Jenson Button vor ihm hat zuletzt regelmäßig gepunktet und den Vorsprung auf 22 Punkte ausbauen können.

Dass di Resta also nochmal angreifen kann, scheint unrealistisch. Stattdessen muss er zurückblicken: Nico Hülkenberg hat durch seinen starken vierten Platz in Yeongam den anderen Force-India-Fahrer Adrian Sutil bereits überholt und liegt nun auch nur noch fünf Zähler hinter dem Schotten. Di Resta sollte sich langsam fangen, wenn er seinen Platz unter den Top 10 behalten und sich noch einmal für eine Weiterverpflichtung 2014 empfehlen will.

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