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Dank seltsamem Frontflügel: Toro Rosso mit Update in Q3?

Toro Rosso hat einen neuen Frontflügel mit an die Strecke gebracht, der für Aufsehen sorgt - Pierre Gasly wundert sich über seinen Unfall im zweiten Training

(Motorsport-Total.com) - "Wir sollten unser bislang stärkstes Auto in dieser Saison haben", tönt Pierre Gasly. Toro Rosso kam bereits seit Kanada in den Genuss eines Motoren-Upgrades von Honda, und für das Rennen in Österreich hat der Rennstall Verbesserungen bei der Aerodynamik im Gepäck. Allen voran ein auffälliger Frontflügel soll dem Team dabei helfen, wieder in die Punkteränge - oder zumindest in die Nähe davon - zu kommen.

Toro-Rosso-Frontflügel

Die dreifache Abstufung an der Unterkante ist die Besonderheit Zoom

Auffällig ist bei diesem vor allem die Endplatte. Der horizontale "Fuß" an der unteren Kante ist in drei Abschnitte geteilt und soll den gewünschten Effekt der Endplatte verbessern, indem er die Verwirbelungen noch weiter füttert. Laut Technikchef James Key hätten die jüngsten Verbesserungen von Honda dafür gesorgt, dass man bei der Aerodynamik einen anderen Ansatz wählen konnte.

"In Kanada wurde deutlich, dass die Performance da ist. Und mit dieser Extra-Performance - nicht einfach nur schiere Performance, sondern auch Energie-Management und andere Aspekte, die sich verbessert haben - kannst du das Wochenende anders angehen", sagt Key. "Du musst weniger Kompromisse beim Luftwiderstand machen, was in Paul Ricard wohl einer unserer Fehler war. Wir haben es wohl nicht so stark gemacht, wie wir sollten."

In Frankreich erlebte Toro Rosso eine Enttäuschung, weil man das Set-up mutmaßlich nicht gut für den Motor einstellte, doch in Österreich soll es deutlich vorangehen. "Ich denke, dass wir ein ziemlich konkurrenzfähiges Paket haben", sagt Teamchef Franz Tost. In beiden Trainings brachte Toro Rosso mit Gasly auch einen Piloten in die Top 10, was den Österreicher hoffen lässt, es zumindest mit einem Fahrzeug in Q3 zu schaffen.

Negativ-Höhepunkt am Freitag war jedoch der vorzeitige Ausfall von Gasly, der in der vorletzten Kurve über die Randsteine räuberte und sich die vordere linke Aufhängung brach. Ob der Schaden am Auto nur von dem Überfahren her rührte, da ist sich der Franzose nicht sicher: "Es war ein bisschen seltsam. Nach dem ersten Versuch habe ich ein paar Vibrationen vorne links gespürt, aber das Team hat es gecheckt, und alles war gut" berichtet er.

"Dann sind wir wieder rausgefahren, und in Kurve 9 hatte ich plötzlich etwas Untersteuern, bin auf den Randstein gekommen, und die Aufhängung brach dort komplett. Ich weiß nicht wirklich wieso, und es ist schon ärgerlich, wenn man die Session nicht beenden kann", so Gasly weiter. Am Ende gab es für ihn Tagesrang neun, Teamkollege Brendon Hartley musste sich mit Rang 17 begnügen.

Der Neuseeländer war damit wieder einmal deutlich langsamer als sein Stallrivale, hat von Red-Bull-Berater Helmut Marko jedoch eine Jobgarantie bis zum Ende der Saison bekommen - vorläufig. Seine Hoffnungen liegen darauf, dass das Toro-Rosso-Upgrade funktioniert, doch davon ist er überzeugt: "Wir haben bei der Performance definitiv einen Schritt gemacht, ohne Frage", sagt er.

In den Genuss der Updates kam dabei übrigens heute nur Hartley. Gasly war in Le Castellet das "Aero-Auto", nun war es der Neuseeländer. Was die Verbesserungen bringen, ist schwierig zu bewerten, denn Gasly war im alten Auto (mit zudem altem Motor) sechs Zehntelsekunden schneller. "Wir entscheiden heute Abend, was wir machen werden", sagt Gasly. "Wenn wir es tauschen, müssen wir bei mir im Grunde das komplette Paket auswechseln."

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