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  • 02.02.2010 · 20:14

  • von Stefan Ziegler

De la Rosa: "Du trittst gegen die Datenbank an"

Sauber-Pilot Pedro de la Rosa über die ungewöhnliche Vergleichsarbeit bei den Wintertests 2010 und das Fahren mit einem schweren Rennauto

(Motorsport-Total.com) - Selten zuvor waren Rundenzeiten so wenig aussagekräftig wie bei den diesjährigen Wintertestfahrten der Formel 1: Aufgrund des Nachtankverbots führen die Autos ab sofort ihren kompletten Spritbedarf mit, was bereits bei den Testfahrten für eine gewaltige Zeitenstreuung sorgt - wer "voll" fährt und wer nicht, lässt sich nicht erkennen. So genießen die Teams ihre Daten zunächst noch mit Vorsicht.

Pedro de la Rosa

Pedro de la Rosa kehrt 2010 als Stammfahrer in die Formel-1-WM zurück

"Im Vergleich zu den anderen Teams sagen die Zeiten überhaupt nichts aus", erklärt Formel-1-Rückkehrer Pedro de la Rosa gegenüber 'Formula1.com'. "Du weißt nicht, was die anderen treiben. Du kannst dich nur mit dir selbst vergleichen, mit deinen Erwartungen und mit Vorjahresfahrzeugen. Im Prinzip trittst du gegen die Datenbank an", meint der spanische Rennfahrer in Valencia.#w1#


Fotos: Testfahrten in Valencia


"Aus diesem Grund waren wir mit unserem ersten Testtag auch sehr zufrieden", sagt de la Rosa. "Das Team weiß schließlich genau über das Auto aus dem vergangenen Jahr Bescheid - und damit waren sie 2009 an diesem Kurs. Der Montag war also sehr positiv", fasst der 38-Jährige seine ersten Eindrücke vom ehemaligen BMW Rennstall und dem neuen C29-Rennwagen zusammen.

De la Rosa hatte bei seinem ersten Testeinsatz am Montag aus dem Stand heraus den zweiten Rang belegt, wollte dieses Ergebnis aber nicht überbewerten. "Wir haben natürlich mit verschiedenen Benzinmengen herumgespielt - wie alle anderen auch", so der Spanier. "Unser Fokus lag dabei auf den großen Spritlasten, denn das sind die Unbekannten in der Gleichung", erläutert er weiter.

"Wenn du einhundert Kilogramm Benzin an Bord hast, dann wird das Fahrzeug schwer und träge. Daran ist keiner hier gewöhnt. Wir haben uns also speziell diese Richtung angesehen und wollten verstehen, was es bedeutet, einen solchen Rennwagen zu fahren, und wie sich das auf die Reifen auswirkt. Wir müssen noch lernen, wie man ein Auto bei diesem Gewicht richtig schnell macht."

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