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Daniil Kwjats Zukunft: Gas geben und Mund halten

Laut Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hat Daniil Kwjat seine Formel-1-Zukunft selbst in der Hand - Der Russe: "Man muss sich im großen Kreis mal zusammensetzen"

(Motorsport-Total.com) - Nachdem der Red-Bull-Vertrag von Carlos Sainz vorzeitig um Jahr verlängert wurde und der Spanier auch 2017 bei Toro Rosso eingesetzt wird, haben die "Bullen" nur noch eine vakante Stelle für das kommende Jahr. Darf Daniil Kwjat nach seiner Rückversetzung von Red Bull zum Team aus Faenza auch in der nächsten Saison für Toro Rosso fahren? Dies ist derzeit noch nicht sicher. "Am Ende ist es eine Entscheidung von Daniiel Kwjat selbst", sagt Teamchef Franz Tost im Interview mit 'Sky Sports F1'.

Daniil Kwjat

Muss jetzt dringend Ergebnisse liefern: Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat Zoom

Der Österreicher meint mit seinen Worten nicht, dass Kwjat mal eben selbst eine Vertragsverlängerung veranlassen kann. Tost deutet an, dass sich der Russe mit starken Leistungen über die Saison 2016 hinaus empfehlen muss. "Wenn er gute Leistungen zeigt, wird ihn Red Bull in der Formel 1 halten. Er ist ein schneller Pilot, daher bin ich da optimistisch", erklärt der Toro-Rosso-Teamchef. "Natürlich hat man selbst gewissen Einfluss. Aber Red Bull hat da mehr die Fäden in der Hand", kontert Kwjat auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

"Erst einmal steht für mich im Fokus, mich im Auto und im Team noch wohler zu fühlen", sagt er. Die Rückkehr zum "Red-Bull-B-Team" nach vier Rennen in der laufenden Saison im Lager des Topteams aus Milton Keynes brachte Kwjat bislang nur einen einzigen WM-Zähler ein. Zum Vergleich: Teamkollege Carlos Sainz holte im gleichen Zeitraum 13 Zähler. "Mag sein, dass so etwas vielleicht etwas problematisch klingt", gibt Kwjat angesichts der Statistik offen zu.


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"Ich fühle mich wohl bei Toro Rosso, ich mag das Team. Wir müssen zusammen auf ein gutes Level kommen. Dann werden sich entsprechende Ergebnisse einstellen. Als nächsten Schritt können wir dann vielleicht gemeinsam entscheiden, was passieren soll", meint der Russe. "Es sind viele Dinge passiert. Man muss sich da mal im größeren Kreis mit einigen Leuten von Red Bull zusammensetzen. Dann werden wir zusammen zu einer Entscheidung kommen."

Bei Sainz hat Red Bull die Option auf dessen Dienste für ein weiteres Jahr bereits gezogen - Kwjat lässt man hingegen weiter zappeln. "In der Formel 1 gehen so viele Dinge vor sich, es ist immer in Bewegung", reagiert der 22-Jährige aus Ufa gelassen. "Im Moment warten wir ab und schauen mal. Wir zusammen halten das so, bis wir dann irgendwann entscheiden. Man spricht immer viel - eigentlich mit allen", deutet Kwjat mögliche Optionen bei anderen Formel-!-Teams an.