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Coulthard warnt vor schrecklichen Unfällen

Nach dem Vorfall mit Fernando Alonso auf dem Nürburgring warnte David Coulthard auch vor tödlichen Unfällen in der Zukunft

(Motorsport-Total.com) - Man sagt, mit dem Alter komme die Weißheit. Nun gehört David Coulthard mit seinen 32 Jahren sicher noch nicht zur alten, weißen Garde des Motorsports, aber knapp zehn Jahre Formel 1 hinterlassen auch beim Schotten Spuren. Vor knapp einer Woche fuhr er auf dem Nürburgring fast dem Renault-Piloten Fernando Alonso ins Heck, der, wie Coulthard glaubt, zu früh gebremst hat.

David Coulthard

David Coulthard fürchtet schwere Unfalle aufgrund der Unerfahrenheit Zoom

Angesichts der Fülle ähnlicher Unfallszenarien in den letzten Jahren, befürchtet der McLaren-Pilot einen tödlichen Unfall in den nächsten Jahren. "Auffahrunfälle" werden seit 1998 besonders beäugt, als Michael Schumacher dem Schotten in Spa-Francorchamps ins Heck knallte. Im gleichen Rennen gab es einen ähnlichen Unfall auch zwischen Shinji Nakano im Minardi und Giancarlo Fisichella im Jordan. Vor zwei Jahren fuhr Jacques Villeneuve in Australien auf Ralf Schumacher auf ? beim folgenden Unfall starb ein Streckenposten.

Coulthard: Tödliche Unfälle nicht ausgeschlossen

"Es wird in Zukunft wieder einen Todesfall im Motorsport geben", wird Coulthard von 'Ananova' zitiert. "Lasst uns hoffen, dass es nicht bald oder besser nie passieren wird, aber es ist eben gefährlich. Solche Dinge kann man nicht unter den Teppich kehren. Ich möchte diese Erfahrung nicht machen, in die Luft geschleudert zu werden, andere sichere auch nicht."

"In den letzten Jahren ist das bereits zwei Mal geschehen, als Jacques Villeneuve über das Heck von Ralf Schumacher katapultiert wurde, und ein Streckenposten traurigerweise sein Leben dabei lassen musste. Ralf hob auch über das Heck von Rubens Barrichello ab, aber verletzt wurde keiner. Ich war nahe dran, etwas Ähnliches zu erleben", fügte der nachdenklich hinzu.

Für Coulthard ist die Unerfahrenheit der Übeltäter bei diesen Vorfällen, die Fahrer kommen zu schnell in die Formel 1, ohne in kleineren Rennserien ähnliche Unfälle mit weniger Risiko erlebt zu haben. Der Schott baut dabei selbst auf seine eigene Geschichte: "Ich werde mit Alonso nicht zu hart umgehen, aber als mir Michael in Spa 1998 in das Heck fuhr, warf er mir vor, dass ich ihn eingebremst und zu töten versucht habe."

Mangelnde Erfahrung ist der Hauptgrund der Unfälle

Dann brachte der Schotte nach fünf Jahren etwas Lichts ins Dunkel dieser Geschichte: "Die Stewards haben sich die Daten angesehen und festgestellt, dass ich nicht gebremst habe, also wurde es wieder unter den Teppich gekehrt", so Coulthard. "In Wahrheit habe ich Gas weggenommen, um ihn vorbei zu lassen, aber ich habe das in der Gischt auf der Ideallinie gemacht."

"Das sollte man nie tun ? ich würde es auch jetzt nicht mehr machen", erklärte er. "Aber 1998 hatte ich nicht die Erfahrung und das Wissen ? mir ist bis dahin noch nie jemand ins Heck gerauscht. Alle tun im Endeffekt das Gleiche, aber das Risiko dabei ist, dass es für Michael ein wirklich schlimmer Unfall hätte werden können, und der Vorfall auf dem Nürburgring hätte für mich sehr gefährlich werden können."

"In zehn Jahren wird vielleicht ein junger Fahrer in die Formel 1 kommen und mit Fernando das Gleiche machen, dann wird er etwas anders darüber denken", erklärte Coulthard nahezu väterlich. "All diese jungen Talente haben nicht genügend Erfahrung aus Nachwuchsserien, daher machen sie die Fehler in der Formel 1."

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