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Coulthard sieht Harmonie als Schlüssel zum Erfolg

Sein Status im Team und die Harmonie zwischen den Fahrern könnte Red Bull Racing zu Erfolg verhelfen, glaubt David Coulthard

(Motorsport-Total.com) - Bei McLaren-Mercedes war David Coulthard - zwar nie offiziell, sehr wohl aber hinter vorgehaltener Hand - meist nur die Nummer zwei hinter dem jeweiligen Stallkollegen, doch jetzt hat er endlich die Chance, sich als Teamleader zu etablieren. Dass er bei Red Bull Racing die Nummer eins ist und es insgesamt recht harmonisch zugeht, könnte seiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg sein.

David Coulthard

David Coulthard weiß, dass er bei Red Bull Racing keine Bäume ausreißen wird

"Es ist wichtig, dass bei Red Bull Racing das Team im Vordergrund steht", erklärte er gegenüber 'Autosport'. "Natürlich wollen uns wir Fahrer auf der Rennstrecke gegenseitig schlagen, aber da hört die Rivalität auch schon auf. Wenn man selbst nicht bereit ist, hart für das Team zu arbeiten, und wenn das Team nicht für dich arbeitet, dann wird es nicht funktionieren. In größeren Teams kommen die Fahrer oft nicht miteinander aus, aber das raubt dem Team Energie."#w1#

Als bestes Beispiel dafür, dass klare Verhältnisse jedenfalls nicht schaden können, führte Coulthard das Beispiel Schumacher bei Ferrari an: "Er ist der erfolgreichste Fahrer der Formel 1, also muss man es so machen wie er. Ich hoffe, dass auch ich Stabilität ins Team bringen kann, denn in letzter Zeit ist es ja ziemlich turbulent zugegangen. Vor uns liegt eine große Herausforderung. Es muss viel Arbeit erledigt werden, wir müssen für die Zukunft hart arbeiten."

Konkrete Ziele hat sich der 33-Jährige nicht gesetzt, weil er genau weiß, dass er kaum Chancen haben wird, einen Grand Prix zu gewinnen oder auf das Podium zu fahren, doch ab und zu in die Punkte zu fahren hat er sich sehr wohl vorgenommen. Größtes Fragezeichen ist sicherlich der Cosworth-Motor, während auch das Chassis noch unter der Leitung der früheren Jaguar-Führung um Tony Purnell und David Pitchforth entstanden ist.

Daher geht Coulthard mit realistischen Erwartungen in die am 6. März beginnende Saison: "Bei McLaren-Mercedes hat man ein Auto, mit dem man sich vornimmt, regelmäßig in die erste Reihe zu fahren und Grands Prix zu gewinnen. Bei Red Bull Racing ist das anders, denn wir können keine Pole Positions oder Siege erwarten - obwohl natürlich der Traum als Grundlage für das Ziel dienen muss", erklärte er.