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Coulthard: "Button muss sich dem Druck stellen"

Der Red Bull-Berater über die Titelchancen von Jenson Button, die in den vergangenen Rennen an Überlegenheit verloren haben

(Motorsport-Total.com) - Jenson Button startete mit voller Wucht in die neue Formel-1-Saison, holte in den ersten sieben Rennen sechs Siege. Doch seit dem Großen Preis von Großbritannien läuft es für den Briten nicht mehr rund. Der einst gewaltige Vorsprung in der Gesamtwertung sinkt Rennen für Rennen, und der Brawn-Pilot kann sich dabei noch glücklich schätzen, dass auch bei der Konkurrenz nicht alles rund läuft.

David Coulthard, Circuit de Jerez

David Coulthard staunt: Wo ist der Gala-Button geblieben?

Doch fünf Rennen in Folge ohne Sieg oder einen Platz auf dem Podium zu bleiben, das hatte wohl auch Jenson Button nicht befürchtet, dem natürlich von Anfang an bewusst war, dass der Lauf nicht die ganze Saison anhalten kann.#w1#

"Jenson Buttons Schluckauf geht weiter, und es steht außer Frage, dass seine Leistungen nun nachgelassen haben", so David Coulthard in seiner 'BBC'-Kolumne. "Rubens Barrichello zeigt ihm, zu was das Brawn-Auto in der Lage ist, aber Jenson liefert einfach nicht dieselbe Leistung ab."

Der Schotte rätselt, warum dies der Fall ist: "Es könnte sein, dass Rubens' gewaltige Erfahrung in Bezug auf Rückmeldungen an die Ingenieure nun in den Vordergrund kommt. Oder es könnte sein, dass der Druck der WM-Führung Jenson im Unterbewusstsein dabei stört, sein Bestes zu zeigen."

Kommentare von Teamchef Ross Brawn nach dem Rennen habe er in diesem Zusammenhang als "lehrreich" empfunden: "Er sagte, dass Jenson sich daran gewöhnen müsse, mit dem Druck umzugehen. Ich kann nur mutmaßen, wie es sich anfühlen muss, wenn man sieht, wie die eigene WM-Führung mit jedem Rennen taumelt. Aber ich kann sicherlich verstehen, wie frustrierend es sein muss, wenn deine Motivation oder Fähigkeit von den Journalisten in Frage gestellt wird."

Doch der ehemalige Formel-1-Pilot sieht es ähnlich wie die Medien: "Druck ist Teil des Spiels und Jenson muss sich diesem stellen. Man darf nicht vergessen, dass er zu Beginn der Saison Vergleiche mit Ayrton Senna und Alain Prost zu Tage gebracht hat. Er hat nicht über Nacht seine Fähigkeiten verloren und kann in Italien wieder die Macht übernehmen."

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