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"Buttongate" 2005 - diesmal mit verkehrten Vorzeichen...

Vor einem Jahr wollte Button weg von BAR-Honda und durfte nicht, während er nun bleiben will, aber an WilliamsF1 gebunden ist

(Motorsport-Total.com) - Es war das bestimmende Thema des vergangenen Sommers: Trotz seines bestehenden Vertrags mit BAR-Honda unterschrieb Jenson Button für 2005 beim BMW WilliamsF1 Team, weil Honda zum damaligen Zeitpunkt das Weitermachen in der Formel 1 noch nicht offiziell bestätigt hatte, was ihm ein Schlupfloch ermöglichte. Das Genfer 'Contract Recognition Board', welches alle Verträge in der Königsklasse überwacht, sprach anschließend jedoch ein Machtwort und teilte die Fahrkünste des Briten auch für 2005 BAR-Honda zu.

Jenson Button

Should I stay or should I go? "Buttongate" gibt es auch im Jahr 2005... Zoom

Dort hat Button eigentlich noch die letzte Saison seines einst mit David Richards ausgehandelten Vierjahresvertrags - zwei Jahre Basis plus Option auf zwei weitere - zu absolvieren, doch im Zuge von "Buttongate", wie die Affäre in Anlehnung an den amerikanischen "Watergate"-Politskandal um Richard Nixon genannt wurde, wurde von WilliamsF1 beim 'Contract Recognition Board' eine Option hinterlegt, die besagt, dass er nur dann auch 2006 für BAR-Honda fahren muss, wenn er zu einem bestimmten Zeitpunkt 75 Prozent der Punkte des WM-Führenden auf seinem Konto hat, was natürlich bei weitem nicht der Fall ist.#w1#

Williams: "Haben einen Vertrag mit Jenson für 2006"

Also ist der Fall klar: "Wir haben einen gültigen Vertrag mit Jenson für 2006 und wir gehen absolut davon aus, dass er zu dieser Zeit zu WilliamsF1 kommen wird", sagte BMW WilliamsF1 Teamchef Frank Williams vergangenes Wochenende in Hockenheim. Der Brite und sein Partner Patrick Head planen, ihren Landsmann, den sie im Jahr 1999 entdeckt und 2000 neben Ralf Schumacher eingesetzt haben, an der Seite ihres Lieblingsschützlings Mark Webber unter Vertrag zu nehmen.

Der Haken daran ist aber, dass Button nun offenbar Zweifel gekommen sind, ob er bei WilliamsF1 wirklich besser aufgehoben wäre als bei BAR-Honda, zumal der britische Rennstall nach dem Weggang von BMW keinen Werkspartner mehr hat, sondern mit Kundenmotoren von Cosworth Vorlieb nehmen muss. Dies soll dem 25-Jährigen auch seinen Ausstieg aus dem Abkommen mit WilliamsF1 ermöglichen, hört man, denn sein Management war offenbar schlau genug, die Option nur unter der Bedingung zu akzeptieren, dass ein Automobilkonzern mit an Bord sein muss.

BAR-Honda-Teamchef Nick Fry, der Button erst kürzlich einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten hat, will seine Nummer eins jedenfalls unbedingt und um (fast) jeden Preis im Team halten, auch wenn er weiß, dass er rein rechtlich derzeit wohl auf dem kürzeren Ast sitzt: "Frank hat ohne Zweifel Recht. Aber wenn er sagt, dass er einen Vertrag hat, dann ist das die eine Sache, allerdings denke ich nicht wirklich, dass dies ein Problem ist", erklärte er.

Button will von BAR-Honda gar nicht mehr weg

Gegenüber dem 'Guardian' legte Fry nun sogar nach: "Jenson will bleiben", sagte der 49-Jährige. "Die Person, die das jetzt klären muss, ist Jenson selbst." Und: "Wäre ich an Franks Stelle, würde ich mir jedenfalls keinen Angestellten wünschen, der eigentlich gar nicht für mich arbeiten will. Man kann ein Pferd vielleicht zur Wassertränke bringen, aber man kann es nicht zwingen, dass es dann auch tatsächlich trinkt."

"Der Fahrer ist der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Teams. Wenn er nicht voll motiviert ist und nicht für ein bestimmtes Team fahren will, dann wird er auch nicht seine bestmögliche Leistung bringen. Man kann die Leute nicht zu etwas zwingen, was sie nicht wollen", fuhr er fort. Schuld am Schlamassel sei laut dem BAR-Honda-Teamchef "das frühere Management von Jenson, von dem er sich inzwischen getrennt hat."

Zusammengefasst kann man die Situation also so darstellen: Button will nicht zu WilliamsF1 wechseln, ist rein rechtlich aber wegen "Buttongate" 2004 dazu verpflichtet. Wenn er also doch bei BAR-Honda bleiben will, muss er selbst eine Einigung mit Frank Williams und Patrick Head erzielen. Die Variante, dass Honda anstelle von Button Motoren an WilliamsF1 abtreten könnte, ist seit dem Cosworth-Abschluss der Mannen aus Grove ja vom Tisch.

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