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Button über Williams: "Sonst wären sie uns Lichtjahre voraus"

Bei Williams gibt man sich mit Rang vier in der Teamwertung nicht zufrieden - Ex-Williams-Fahrer Jenson Button freut sich für seinen ehemaligen Arbeitgeber

(Motorsport-Total.com) - Der Aufwärtstrend des Williams-Teams ist unübersehbar. Stammfahrer Felipe Massa, der im Winter nach acht Ferrari-Jahren auf die Insel gewechselt ist, gibt sich angesichts der starken Performance des gesamten Teams mit dem aktuellen vierten Rang in der Konstrukteurswertung nicht zufrieden.

Valtteri Bottas

Valtteri Bottas fuhr mit dem FW36 dreimal auf das Podest Zoom

"Ich hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte noch mehr herausholen können", sagte Massa kürzlich. Das Ziel für Williams lautet ganz klar, Ferrari (wieder) abzufangen und sich dauerhaft vor den Roten aus Maranello zu halten. Nach dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim hatte Williams den dritten Rang in der Konstrukteurswertung bereits vorübergehend inne, musste diesen beim Grand Prix von Ungarn aber wieder abgeben.

Auch Williams-Testfahrerin Susie Wolff betonte kürzlich die Wichtigkeit der Konstrukteurswertung für Williams. Mit beiden Autos WM-Punkte zu holen, sei für das britische Traditionsteam "im Moment wichtiger als ein Sieg", wie die Britin am Rande des Ungarn-Wochenendes betonte. Insgeheim erhofft man sich bei Williams dennoch mehr. "Wir haben schon drei Podestplätze geschafft und erwarten unseren ersten Sieg", so Wolff.

Jenson Button in Spa 2000 im Williams-BMW

Jenson Button gab in der Saison 2000 im Williams-BMW sein Formel-1-Debüt Zoom

Der Aufwärtstrend des im Jahr 1977 von Frank Williams und Patrick Head gegründeten Rennstalls ist auch ehemaligen Williams-Piloten nicht verborgen geblieben. "Sie haben großartige Arbeit geleistet. Ich freue mich für Frank und Claire, dass sie konkurrenzfähig sind", sagt Jenson Button in Anspielung auf den Teamchef und dessen Tochter, die inzwischen stellvertretende Teamchefin ist.

Button, der in der Saison 2000 bei Williams sein Formel-1-Debüt gab, erkennt bei seinem ehemaligen Arbeitgeber alle Zutaten für einen weiteren Schritt nach vorn. "Sie haben das notwendige Paket, um sehr schnell zu sein. Für sie geht es nur darum, das Beste aus diesen Möglichkeiten zu machen", bemerkt der Weltmeister von 2009 gegenüber 'Autosport'.

So erkennt der McLaren-Pilot in der bisherigen Williams-Saison 2014 trotz dreier Podestplätze von Valtteri Bottas ungenutzte Möglichkeiten: "Sie haben viele Punkte verloren. Sei es durch Zwischenfälle oder aufgrund der Tatsache, dass sie nicht alles aus dem Auto herausgeholt haben. Für uns ist das sogar gut, denn sonst wären sie uns Lichtjahre voraus."