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Button nur Zehnter: Regenradar lässt McLaren im Stich

McLaren schickt Jenson Button beim ersten Boxenstopp mit den falschen Reifen zurück auf die Strecke und verspielt damit alle Chancen auf ein gutes Ergebnis

(Motorsport-Total.com) - Die Strecke in Ungarn war für Jenson Button schon häufig ein gutes Pflaster. 2006 gewann der Brite hier seinen ersten Grand Prix, 2011 stand er in seinem 200. Rennen in der Formel 1 erneut ganz oben auf dem Siegertreppchen. Den Grand Prix im Jahr 2014 wird der McLaren-Pilot allerdings ganz schnell aus seinem Gedächtnis streichen wollen, denn bei seinem ersten Boxenstopp verzockte sich sein Team komplett.

Jenson Button

Keine Chance: Jenson Button war auf den Intermediates nicht konkurrenzfähig Zoom

"Tja, offensichtlich haben wir ein anderes Radar benutzt, denn wir dachten, dass es regnen würde", erklärt Button nach dem Rennen gegenüber 'Sky Sports F1'. Als das Safety-Car am Sonntag zum ersten Mal auf die Strecke gekommen war, entschieden sich die meisten Piloten dazu, die Gelegenheit zu nutzen, um auf Slicks zu wechseln. McLaren verpasste Button hingegen einen weiteren Satz Intermediates.

"Wir haben ein Signal bekommen, das uns sagte, dass es in neun Minuten etwas regnen würde", erklärt Rennleiter Eric Boullier - doch der Regen blieb aus. "Ich habe im Rennen alles richtig gemacht. Es ist hart, wenn man im Rennen sein Bestes gibt und das Auto in eine gute Position bringt - und dann haben wir es weggeworfen", ärgert sich Button, der zu diesem Zeitpunkt sogar noch von einem Platz auf dem Podium träumen dürfte.


Fotos: Jenson Button, Großer Preis von Ungarn


Stattdessen ruinierte die falsche Strategie sein Rennen, am Ende wurde er mit über einer Minute Rückstand auf Sieger Daniel Ricciardo lediglich Zehnter. Teamkollege Kevin Magnussen ging als Zwölfter sogar komplett leer aus. "Es ist schade, denn beide Piloten sind ein gutes Rennen gefahren", so Boullier, der davon ausgeht, dass Button ohne den Fehler beim Boxenstopp deutlich weiter vorne gelandet wäre.

"Wir haben ein Signal bekommen, das uns sagte, dass es in neun Minuten etwas regnen würde." Eric Boullier

"Natürlich. Wenn man sich das Rennen ansieht, dann hätte es alles geändert, wenn wir ihn auf Slicks rausgeschickt hätten", sagt der Franzose und ergänzt: "Aber letztendlich müssen wir verstehen, was heute schiefgelaufen ist." Button selbst antwortet auf die Frage, was ohne den Fehler möglich gewesen wäre, mit einem etwas gezwungenen Lächeln: "Wer weiß das schon?"