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  • 04.10.2014 · 09:45

  • von Roman Wittemeier

Button macht Werbung in eigener Sache: Was will McLaren?

Jenson Button bangt immer noch um die Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere mit McLaren: Kann Honda auf den Punktehamster aus Frome verzichten?

(Motorsport-Total.com) - Kwjat zu Red Bull, Vettel zu Ferrari und Alonso zu McLaren? Das Transferkarussell in der Formel 1 kommt langsam auf Drehzahl. Den ersten Schritt hat Sebastian Vettel mit seiner Ankündigung unternommen, sein bisheriges Team am Ende des Jahres zu verlassen. Der Deutsche hat seinen Zug gemacht, nun ist Fernando Alonso an der Reihe. Auf die Entscheidung des Spaniers warten viele andere Piloten - allen voran Jenson Button.

Jenson Button

Jenson Button wartet noch auf eine Entscheidung seines Arbeitgebers Zoom

Sollte Alonso tatsächlich schon zur kommenden Saison zu McLaren wechseln, könnte dies das Aus für den Weltmeister von 2009 bedeuten. Weder Button noch dessen Teamkollege Kevin Magnussen sind für 2015 bestätigt. "Ihr werdet es ganz schnell erfahren, wenn wir es wissen. Es wird dann eine entsprechende Verkündung geben", hält sich der Brite weiterhin sehr bedeckt. Button wirkt gelassen. Vielleicht, weil er genau weiß, dass er für Honda eine wichtige Rollen spielen könnte.

Der erfahrene Pilot aus Frome kennt die japanische Mentalität bestens. Seine Verlobte Jessica Michibata ist Halb-Japanerin und in und um Tokio ein Superstar. "Wenn wir in Tokio sind, dann scharen sich die Menschen um sie. Da bin ich eher das Anhängsel. Das ist ganz witzig", erklärt Button bei 'Sky Sports F1'. Der McLaren-Pilot und das Unterwäschemodel sind ein Promi-Paar erster Güte in Japan. Das kann den Marketinggelüsten von Honda eigentlich nur helfen.

Hinzu kommt, dass Button viele Jahre mit dem Honda-Werksteam zusammengearbeitet hat. "Wir haben gemeinsam schwierige Zeiten durchlebt. Es gab aber auch richtig schöne Momente", blickt er zurück. Ende 2008 zog sich Honda aus der Formel 1 zurück, verkaufte das Team für kleines Geld an Ross Brawn und übergab der Nachfolgemannschaft ein fertig entwickeltes Auto für die Folgesaison. Und genau damit wurde Button Weltmeister. "Es war ein unglücklicher Zeitpunkt für den Ausstieg. Sie hatten aber bestimmt ihre Gründe dafür", sagt der Ex-Weltmeister.

Button will auch 2015 bei der Rückkehr von Honda als Motorenpartner von McLaren weiterhin in Woking arbeiten. Bislang fehlten in diesem Jahr die Glanzlichter, um auf sportlicher Ebene Werbung in eigener Sache zu machen. Dies liegt jedoch eher am mäßigen McLaren-Chassis als am Piloten. "Wenn die Samstagsergebnisse immer die endgültigen Resultate der Rennwochenenden wären, dann wäre ich sehr enttäuscht. Das ist aber nicht der Fall."

"Auf der einen Seite kann man sagen, dass ich vielleicht an Samstagen nicht immer das Maximum herausgeholt habe. Auf der anderen Seite ist es aber eine Tatsache, dass ich mein Auto immer schon darauf getrimmt habe, am Sonntag in die Punkte fahren zu können", erklärt Button. "Ich würde nie behaupten, der schnellste Fahrer im Starterfeld zu sein - das ist wohl Lewis über eine Runde -, aber es geht darum, was du am Sonntag ablieferst. Das ist das, was letztlich zählt. Ganz ehrlich: Da sehe ich kaum ein Wochenende in diesem Jahr, wo ich hätte noch mehr herausholen können."

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