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"Bullshit": Gasly teilt nach Fünf-Sekunden-Strafe aus

Die Rennleitung hat Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly für die Kollision mit Force Indias Sergio Perez in der Endphase des Großbritannien-Grand-Prix verantwortlich gemacht

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Großbritannien hatte es vor allem in den letzten zehn Runden in sich. Dabei ging es aber nicht nur an der Spitze heiß her. Im Mittelfeld wurde im wahrsten Sinne des Wortes noch um den letzten Punkt gekämpft. Im Kampf um Platz zehn gerieten dabei Toro Rosso-Pilot Pierre Gasly und Force-India-Rivale Sergio Perez noch in der vorletzten Runde aneinander. Es ging bis zu einer Berührung, die Gasly erlaubte, an Perez vorbeizuziehen. Nach dem Rennen entschied die Rennleitung jedoch, ihm nachträglich fünf Sekunden anzurechnen und zwei Strafpunkte aufzubrummen.

Pierre Gasly, Sergio Perez

Vergebene Mühe: Gaslys Kampfgeist wurde am Ende bestraft statt belohnt Zoom

"Mal ehrlich: Das ist Racing", verteidigte Gasly noch vor Strafe sein Vorgehen. "Und das ist es, was ich am Racing mag: enge Zweikämpfe. Ich finde nicht, dass es eine große Sache war. Wir haben uns ein bisschen berührt, aber wir sind beide auf der Strecke geblieben. Für mich war es ein cooler Zweikampf und ich habe es genossen."

In der Entscheidung der Rennleitung heißt es sogar: "Die Stewards empfanden Gaslys Manöver generell als akzeptabel und als Versuch eines guten Überholversuchs." Weiter bergründen sie aber: "Gasly hat am Scheitelpunkt der Kurve 16 den erhöhten Randstein berührt, was zu der Kollision mit Perez führte. Perez wurde deswegen von der Strecke gedrängt, was seine Linie in den Kurven 17 und 18 schwerwiegend beeinträchtigte. Gasly war deswegen in der Lage, vorbeizukommen."

Gasly würde deshalb die Hauptschuld treffen. Als Zehnter über die Ziellinie gefahren, bedeuten die fünf Sekunden, dass ihm der erkämpfte Punkt wieder aberkannt und er sogar nur als 13. gewertet wird.

Auf Twitter reagiert Gasly scharf und bezeichnet die Strafe als "lächerlich". "Es gibt jedes Wochenende Kollisionen, die nicht bestraft werden. Lasst uns einfach Rennen fahren und diesen Bullshit mit den Strafen lassen!"

Er selbst, sieht die Schuld natürlich nicht bei sich. "Der Auslöser war gar nicht mein Manöver. Er lag vor mir und in der Rechtkurve hat er es ein wenig übertrieben, ist von der Strecke abgekommen und ich konnte ihn deswegen ausgangs der Kurve in den Weg fahren. Ich finde daher nicht, dass wir daraus eine große Sache machen sollten."


Fotos: Grand Prix von Großbritannien, Sonntag


Der 22-Jährige macht außerdem den starken Reifenabbau für die Situation verantwortlich. Der mache es kaum möglich, noch bis zum Rennende zu kämpfen. Zweikämpfe wie seinen, seien etwas, was auch die Zuschauer gerne sehen. "Und wenn man anfängt, das zu bestrafen dann wird das Racing langweilig. Ich finde es sogar jetzt schon nicht besonders spannend. In den letzten Runden gibt kaum Überholmöglichkeiten. Als ich zum Manöver angesetzt hab, habe ich zwar nicht erwarten, ihn zu berühren, aber mit dem Zustand der Reifen musste es fast so weit kommen."

Gasly möchte jedenfalls nichts an seinem Fahrstil ändern; "Wenn ich es nicht versucht hätte, wäre ich Elfter geworden. Wenn ich es nochmal machen müsste, würde ich es wieder probieren. Das ist Racing für mich. Ich verstehe, warum es ihm nicht gefallen hat - er hat den Zweikampf verloren. Aber ich fand es eine coole Sache."

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