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Budgetobergrenze: "Unheimlich schwierige Aufgabe" für Red Bull

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko berichtet, wie sich die Budgetobergrenze auf das Topteam auswirkt - Spagat zwischen 2021 und 2022

(Motorsport-Total.com) - Mit der Formel-1-Saison 2021 beginnt eine neue Ära in der Königsklasse. Erstmals werden die Ausgaben der Rennställe durch eine Budgetobergrenze begrenzt - auf 145 Millionen US-Dollar. Die Teams müssen unter der großen Einschränkung die aktuellen Autos weiter- und die neuen Autos für die Regeländerungen 2022 entwickeln. "Eine unheimlich schwierige Aufgabe", berichtet Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko.

Helmut Marko

Helmut Marko schildert die Schwierigkeiten für Red Bull 2021 Zoom

Im Interview mit 'ServusTV' spricht der Steirer über den "Spagat", der in diesem Jahr besonders schwierig zu balancieren sein wird. "Wir haben die Budgetobergrenze mit 145 Millionen, das heißt wir müssen die größte Reglementänderung der letzten zehn, 15 Jahre mit weniger Budget durchführen", berichtet Marko.

Gleichzeitig darf Red Bull den Fokus aber nicht komplett auf die Zukunft richten, denn mit Max Verstappen will das Topteam in diesem Jahr um den WM-Titel fahren. Der Red-Bull-Berater berichtet, dass die Mannschaft aufgrund der finanziellen Einschnitte Personal abbauen und Ressourcen noch effizienter einsetzen muss.

Nur so könne es gelingen, bestmöglich beide Ziele zu erreichen: "Ein wettbewerbsfähiges Auto für 22' und ein absolutes Topauto im Jahr 21' einzusetzen". Das sei eine große Herausforderung für einen Rennstall, dessen Budget sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt hat.

Mit an die 400 Millionen Euro zählte Red Bull in den vergangenen Jahren zu den drei großen Playern, neben Mercedes und Ferrari. Die Umstellung auf eine strikte Kostenobergrenze sei logistisch, aber vor allem finanziell sehr schwierig, erklärt Marko.

"Das Budget geht dann [in den kommenden Jahren] noch weiter runter, aber entscheidend ist das nächste Jahr, weil sich das Reglement so gravierend ändert." Die Topteams müssen sich daher schon bald entscheiden, wofür sie ihre finanziellen Mittel und auch ihre beschränkten Stunden im Windkanal verwenden wollen.


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Aus Sicht der Fans erscheint die Budgetobergrenze als Chance, die das Feld wieder enger zusammenbringen könnte. Diese Hoffnung hat auch TV-Experte Christian Klien. "Es gibt die [Teams] mit sehr viel Budget, und dann gibt's die mittleren und kleineren Teams. Da ist es ganz logisch, dass es einen riesigen Unterschied in der Rundenzeit gibt."

Das werde mit der Kostenobergrenze "bestimmt besser", glaubt der Ex-Formel-1-Pilot. "Aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Die großen Teams haben den Vorteil immer noch ein, zwei Jahre." Erst danach wird sich eine sukzessive Annäherung bemerkbar machen, hofft Klien.

Gemeinsam mit dem neuen Reglement, das 2022 eingeführt wird, und dem Handicap-System in der Aerodynamik-Entwicklung soll wieder mehr Spannung in den Wettkampf kommen. "Mit dem neuen Reglement ist der Sinn natürlich dahinter auch, dass der Zweikampf besser wird", weiß der Vorarlberger.

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