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Brown: McLaren in seiner Anfangszeit "ein bisschen wie Darth Vader"

Zak Brown erinnert sich an seine Anfangszeit bei McLaren zurück und erklärt, wie er das Team damals wahrgenommen und was sich seitdem alles verändert hat

(Motorsport-Total.com) - McLaren befindet sich sportlich wieder auf dem Vormarsch. Das Team beendete die Formel-1-Saison 2020 auf WM-Platz drei und damit so weit vorne wie seit 2012 nicht mehr. Unter Zak Brown gelang McLaren, das 2015 und 2017 jeweils nur WM-Neunter und damit Vorletzter geworden war, in den vergangenen Jahren eine Trendwende.

Zak Brown

Unter Zak Brown holte McLaren WM-Platz drei in der abgelaufenen Saison Zoom

Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' erinnert sich Brown, der Ende 2016 zu McLaren kam: "Ich kam zu einem Team, das sich fast in jedem Bereich auf dem absteigenden Ast befand." Brown berichtet: "Wo es zuvor Sponsoren wie Vodafone, Johnnie Walker, GSK und ExxonMobil gab, hatten wir fast ein blankes Auto."

Dazu kam die sportliche Krise in Woking. "Das hat sich dann darin niedergeschlagen, dass die Belegschaft sehr unglücklich war. Überall in der Werkstatt sah man hängende Köpfe", verrät er. Gleichzeitig betont er aber auch, dass das kein Vorwurf an Ron Dennis sei. Der langjährige McLaren-Boss verließ das Unternehmen 2017.

McLaren komplett umgekrempelt

"Ich denke nicht, dass eine individuelle Person dafür verantwortlich ist. Es geht nicht um Schuldzuweisungen", winkt Brown ab und betont, dass er ein "Bewunderer" von Ron Dennis sei, der "ein Freund und natürlich eine Legende des Sports" sei. Vielmehr hätten Streitigkeiten innerhalb des Unternehmens zu der damaligen Situation geführt.

Brown erinnert daran, dass es "gut dokumentiert" sei, dass es damals einen Kampf zwischen den verschiedenen McLaren-Shareholdern gab. An dessen Ende musste Dennis gehen. Das habe dazu geführt, dass im Team ein "ungesundes Umfeld" entstanden sei, mit dem er in seiner Anfangszeit in Woking zu kämpfen hatte.


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"Für mich war McLaren immer wie Star Wars. Aber wir wurden ein bisschen wie Darth Vader, und ich glaube, wir mussten etwas mehr wie Luke Skywalker sein", zieht Brown einen Vergleich und erklärt, er habe unter anderem dafür sorgen wollen, dass McLaren wieder mehr auf die Wünsche der Fans eingeht.

Dazu habe zum Beispiel die Rückkehr der legendären Papaya-Lackierung gehört, die viele Fans über die Jahre immer wieder gefordert hatten. Dazu habe man neue Leute ins Unternehmen geholt und den Fokus auf die Organisation gelegt. "Jetzt sehen wir langsam, dass das alles funktioniert", zeigt sich Brown zufrieden.

McLaren braucht "noch etwas Zeit"

So wurde in den vergangenen Jahren mit Andreas Seidl ein neuer Team- und mit James Key ein neuer Technikchef eingestellt. Zudem wird in Woking aktuell ein neuer Windkanal gebaut und mit Daniel Ricciardo wurde zur neuen Saison ein Fahrer verpflichtet, der in der Formel 1 bereits sieben Rennen gewinnen konnte.

"Wir haben jetzt alles, was wir brauchen - ob es die Fahrer sind, der Teamchef, Technikchef, Power-Unit, Sponsoren, Investoren, die Ressourcen", so Brown, der aber gleichzeitig auch klarstellt, dass es "noch etwas Zeit" brauche, bevor McLaren in der Formel 1 wieder ganz nach vorne kommen könne.


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Er erinnert dabei an die Teams, die die Königsklasse in den vergangenen Jahren dominiert haben. "Mercedes brauchte etwas Zeit, um Momentum aufzubauen und dorthin zu kommen. Aber jetzt, wo sie es einmal geschafft haben, ist es schwierig, sie wieder vom Thron zu stoßen", so Brown im Hinblick auf den Serienweltmeister seit 2014.

Bei Red Bull, das zwischen 2010 und 2013 sämtliche WM-Titel einsackte, sei es ähnlich gewesen. "Ich denke, wir haben ein gutes Momentum. Aber es liegt noch ein langer Weg vor uns", so Brown. McLaren ist in der Formel 1 seit 2012 ohne Rennsieg. Den bislang letzten WM-Titel holte man im Jahr 2008 durch Lewis Hamilton.

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