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Boullier: McLaren-Fahrerfrage ist wie "Russisch Roulette"

Wer fährt 2015 für McLaren? Rennleiter Eric Boullier schildert das Dilemma, in dem er und Ron Dennis stecken und bedient sich eines blumigen Vergleichs

(Motorsport-Total.com) - Kehrt Fernando Alonso sieben Jahre nach seinem Abschied von McLaren tatsächlich nach Woking zurück, um in der Formel-1-Saison 2015 die Speerspitze von Honda zu bilden? Oder kommt am Ende doch alles ganz anders? Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schließt nicht aus, dass Alonso ein Jahr Formel-1-Pause einlegt und schon im kommenden Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans antritt.

Eric Boullier, Ron Dennis

Eric Boullier, Ron Dennis und das "Russisch Roulette" bei McLaren Zoom

McLaren-Rennleiter Eric Boullier will sich bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi (23. November) entschieden haben, welche Fahrer in der kommenden Saison für die dann Honda-befeuerten Chrompfeile ins Lenkrad greifen werden. Bis es etwas zu verkünden gibt, arbeite man "an einer Strategie für die kommenden Jahre", bemerkt Boullier gegenüber 'Formula1.com' und stellt drei Szenarien in den Raum: "Wir könnten auf einen großen Namen setzen, wir könnten sogar auf zwei große Namen setzen oder wir machen so weiter wie bisher und setzen 2016 auf einen - oder zwei - große Namen."

Während sowohl Jenson Button als auch Kevin Magnussen langsam, aber sicher die Geduld verlieren, betont Boullier aus Sicht des Teams: "Wir sind in der komfortablen Position, in der wir es uns leisten können zu warten. Mir ist klar, dass das weder für Jenson noch für Kevin angenehm ist, aber ich muss zuerst an McLaren denken."

Fernando Alonso und Ron Dennis

Fragen über Fragen bei McLaren: Kommt Fernando Alonso? Geht Ron Dennis? Zoom

"Wir müssen sicherstellen, dass wir die richtige Entscheidung treffen", spricht der Rennleiter für sich und den zu Saisonbeginn reaktivierten McLaren-Boss Ron Dennis. Im Zusammenhang mit der kniffligen Frage, ob man für das Jahr eins nach dem Honda-Comeback Button oder Magnussen oder beide vor die Tür setzen sollte, bedient sich Boullier eines blumigen Vergleichs: "Es ist wie Russisch Roulette. Man hat nur einen Schuss. Was ist, wenn wir den großen Namen jetzt bringen, dann aber noch nicht bereit sind?"

Dass die Erwartungen des neuen (alten) Motorenpartners aus Japan hoch sind, liegt auf der Hand. "Ich schätze, sie erwarten von uns, dass wir mehr als unser Bestes geben", sagt Boullier, um sofort anzufügen: "Das Gleiche gilt umgekehrt." Honda arbeitet im ersten Wettbewerbsjahr seines V6-Turbos exklusiv mit McLaren zusammen. Für die weitere Zukunft können sich die Japaner weitere Teams durchaus vorstellen.

Mit dem Interimsmodell McLaren MP4-29H soll das Honda-Triebwerk vorab getestet werden. Wann man zu diesem ersten Funktionstest ausrücken wird, soll sich laut Boullier "in wenigen Wochen" entscheiden. Ebenfalls in nicht allzu ferner Zukunft könnte es neben dem Thema Cockpitbesetzung weitere Personalveränderungen in Woking geben. "Vor dem Winter", antwortet der McLaren-Rennleiter vielsagend auf die Frage, ob und wann es Veränderungen in der Teamführung geben wird. Sind die Tage von Ron Dennis nach der unterm Strich erneut enttäuschenden Saison 2014 schon wieder gezählt?

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