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Bottas: Eindruck über bröckelndes Mercedes-Verhältnis "komplett falsch"

Wie Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas vor dem Steiermark-Grand-Prix dementiert, dass es zwischen ihm und seinem Formel-1-Team zu einer "Eiszeit" gekommen ist

(Motorsport-Total.com) - Als seine Reifen am Ende waren, platzte es aus Valtteri Bottas heraus: Im Frankreich-Grand-Prix machte der Mercedes-Fahrer seinem Ärger Luft und fand deutliche Worte am Funk. Doch aus dieser Szene dürfe man nicht schließen, dass eine "Eiszeit" herrsche zwischen ihm und dem Team, sagte Bottas vor dem Steiermark-Grand-Prix am Wochenende.

Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas in der Pressekonferenz vor dem Steiermark-Grand-Prix der Formel 1 in Spielberg

Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas in der Pressekonferenz vor Spielberg Zoom

Es sei eine "komplett falsche Wahrnehmung", zu glauben, der Haussegen bei Mercedes hänge schief. Laut Bottas sei die Beziehung zum Team "gut". Er erklärt weiter: "Es gibt keine Probleme."

Dass aus der Emotion heraus kantige Äußerungen entstünden, sei auch nichts Neues, so der Formel-1-Fahrer. "Solche Situationen sind normal. Ich bin mir sicher, in der Vergangenheit wurde nur nicht alles gezeigt."

Missverständnisse in Nachbesprechung ausgeräumt

Was im Fall Bottas ausgestrahlt wurde, war sein Kommentar zur Reifenstrategie des Teams, verbunden mit dem Vorwurf, man habe bei der taktischen Planung nicht auf ihn gehört.

In der Nachbereitung des Rennens habe man sich noch einmal eingehend mit dem kompletten Rennen befasst, sagt Bottas: "Im Auto hat man nur eine begrenzte Übersicht über Rennsituationen. Ich verstehe es jetzt besser."


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"Wichtig war, dass wir uns alles angeschaut haben, so wie immer. Jetzt kann ich die Situation besser nachvollziehen. Es bleibt aber dabei: Die Situation mit meinen Reifen war suboptimal. Und wann auch immer es eine Enttäuschung gibt und entweder Fahrer oder Team unzufrieden sind, ist es das Beste, man geht sehr ehrlich damit um und lernt daraus."

Die berühmte Direktheit bei Mercedes

Dieser "direkte Umgang" miteinander und die schonungslose Ehrlichkeit habe Mercedes als Team "weit gebracht", sagt Bottas weiter. Deshalb halte er seine Äußerungen im Rennen nicht für falsch - im Gegenteil: "Vielleicht hätte ich schon [vorher im Rennen] mehr Druck machen sollen."

"Ich denke, ich muss vielleicht direkter werden. Das Team scheint aber verstanden zu haben, dass es unbedingt zuhören sollte", meint der Mercedes-Fahrer und fügt hinzu: "Künftig wird es besser laufen." Und es sei "alles gut" zwischen ihm und der Mannschaft.

Valtteri Bottas beim Frankreich-Grand-Prix 2021 in Le Castellet im Mercedes W12

Valtteri Bottas beim Frankreich-Grand-Prix 2021 in Le Castellet im Mercedes W12 Zoom

Rückschlüsse darauf, wie die interne Zusammenarbeit bei Mercedes ablaufe, lasse diese eine Episode aus dem Frankreich-Grand-Prix ohnehin nicht zu. Bottas: "Niemand weiß, wie ich hinter den Kulissen mit dem Team arbeite. Niemand kennt die Gespräche und die konstruktiven Treffen, die wir mit den Teams zwischen den Rennen haben."

Bisher keine Stallorder bei Mercedes

Ein Thema sei in jedem Fall bisher nicht diskutiert worden: eine Stallorder zugunsten von Lewis Hamilton, der in der WM deutlich besser platziert ist als Bottas. "Ich glaube, dafür ist es zu früh", meint er. "Alle müssen im Hinterkopf haben, dass noch 16 Rennen kommen. Das ist viel. Also nein, wir haben nicht darüber gesprochen."

Sein Gefühlsausbruch im Rennauto habe also nichts mit einer etwaigen Ansage der Mercedes-Chefetage zu tun. "Im Rennsport stecken nun mal Emotionen drin", erklärt Bottas. "Es ist schwierig, die Gefühle zu beschreiben, die man im Auto hat. Es ist kein Kaffeekränzchen, wenn du Spitzensport betreibst. Und selbst ein Finne hat Emotionen!"

Zum Beispiel denkt Bottas gerne zurück an den Österreich-Grand-Prix 2014 in Spielberg: "Damals habe ich mit Williams mein erstes Formel-1-Podium erzielt." Nicht nur deshalb möge er den Red-Bull-Ring.

"Ich habe dort schon ein paar Mal gewonnen und bin normalerweise immer vorne dabei. Ich gehe also zuversichtlich in das Wochenende. Ich sehe keinen Grund, warum ich dort nicht stark sein sollte. Aber einfach wird es nicht [gegen Red Bull]."

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