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  • 28.03.2008 · 11:26

  • von Roman Wittemeier

BMW Sauber F1 Team gegen Wind, Sand und Ferrari

Das BMW Sauber F1 Team fährt nach den beiden Podestplätzen in den ersten Saisonrennen optimistisch zum kommenden Grand Prix in Bahrain

(Motorsport-Total.com) - Zwei Rennen, zwei zweite Plätze in Serie, insgesamt 19 Zähler und Position zwei in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft - das BMW Sauber F1 Team hatte einen Start nach Maß in die Saison 2008. Beim Großen Preis von Bahrain soll dieser positive Trend nun fortgesetzt werden. Allerdings ist man sich bei der deutsch-schweizerischen Mannschaft eines Rückstands bewusst, denn Topfavorit Ferrari hat im Winter in Bahrain getestet.

Robert Kubica

Das BMW Sauber F1 Team will in Bahrain an die guten Leistungen anknüpfen

"Die Streckenführung und die ganze Anlage in Bahrain gefallen mir sehr gut. Alles ist modern und großzügig", so Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher weiter: "Eine der schönsten Passagen der ganzen Saison ist für mich die von der fünften bis zur vorletzten Kurve auf dem Bahrain International Circuit. Das Klima ist meistens angenehm, wobei durch die Lage mitten in der Wüste sowohl die Strecke als auch unser Material immer wieder versandet."#w1#

Manama als Sandbahn

"Die Streckenführung und die ganze Anlage in Bahrain gefallen mir sehr gut." Nick Heidfeld

Neben den äußeren Bedingungen könnte für das BMW Sauber F1 Team auch ein Rückstand bei der Streckenkenntnis zum Problem werden, so Heidfeld: "Im vergangenen Jahr waren wir durch den Doppel-Test sehr gut vorbereitet, und ich hatte ein tolles Rennen. In diesem Jahr haben auch einige Teams dort vor der Saison mit ihren neuen Autos getestet, diesen Vorsprung müssen wir am Freitag bei der Abstimmungsarbeit erstmal aufholen."

Teamkollege Robert Kubica fährt mit guten Erinnerungen zum kommenden Wüsten-Grand-Prix: "Ich freue mich auf das Rennen in Bahrain, einerseits, weil ich dort im vergangenen Jahr meine ersten Punkte in der Saison 2007 holen konnte und andererseits, weil wir in Australien und Malaysia einen starken Auftakt in die neue Saison hatten. Die Strecke in Bahrain unterscheidet sich recht deutlich von Melbourne und Sepang. Sie hat lange Geraden mit harten Bremszonen. Zudem gibt es kaum schnelle Kurven."

Wüstenwind als Schreckgespenst?

"Eine wichtige Rolle könnte der Wind spielen." Robert Kubica

Neben dem von Teamkollege Heidfeld gefürchteten allgegenwärtigen Wüstensand, zieht der polnische Pilot im BMW Sauber F1 Team noch etwas anderes mit ins Kalkül: "Eine wichtige Rolle könnte der Wind spielen. Ich hoffe, dass er nicht zu stark weht, weil unser Auto darauf recht empfindlich reagiert. Natürlich müssen wir nun sehen, wie der F1.08 auf dieser Strecke funktioniert, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier sehr wettbewerbsfähig sein können."

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen fährt trotz der möglichen widrigen Bahrain-Umstände optimistisch zum dritten Rennen der Saison: "Unsere Bilanz nach dem ersten Überseeblock kann sich sehen lassen: Mit zwei zweiten Plätzen in Melbourne und Sepang, unserer ersten schnellsten Rennrunde in Malaysia und 19 Punkten in der WM-Wertung sind wir sehr zufrieden. Entsprechend motiviert machen wir uns nach einem kurzen Boxenstopp in der Heimat auf den Weg nach Bahrain."

Nach Sepang nächstes 'Heimrennen'

"Wir wollen an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen." Mario Theissen

Hatte man schon das Rennen in Malaysia wegen der engen Bindung an Sponsor Petronas als Heimrennen tituliert, soll sich die Mannschaft auch auf der Strecke in Manama wohl fühlen. "Dort wollen wir an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. In Bahrain fühlt sich BMW zu Hause, und das aus gutem Grund: Zu der hoch modernen Anlage gehört das BMW Performance Center mit dem BMW Fahrertraining und der Formel BMW Rennfahrerschule. Außerdem hat BMW im Mittleren Osten eine starke Position unter den Premium-Herstellern", so Theissen.

Der Technische Direktor im BMW Sauber F1 Team, Willy Rampf, erkennt seine Mannschaft auf einem guten Weg: "Unsere zwei starken Vorstellungen in Australien und Malaysia bestätigen, dass wir mit der Entwicklung des F1.08 richtig liegen und einen Sprung nach vorne gemacht haben. Auf eine Hierarchie möchte ich mich im Moment aber noch nicht festlegen, dazu muss man noch ein bis zwei Rennen abwarten."

"Die Strecke in Bahrain ist geprägt von mehreren langsamen Kurven und der sehr langen Start-Ziel-Geraden mit der engen Schikane am Ende. Aufgrund dieses Strecken-Layouts ergibt sich bei der aerodynamischen Abstimmung ein Kompromiss. Einerseits verlangen die zahlreichen langsamen Kurven hohen Abtrieb, andererseits ist die Höchstgeschwindigkeit sehr wichtig. Auch gute Traktion hat eine hohe Priorität, besonders in der engen Passage nach Start und Ziel. In Bahrain wird mit relativ weichen Reifenmischungen gefahren, was für die Rennstrategie eine wichtige Rolle spielt", so Rampf weiter.

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