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Berger: Red Bull wird "nach drei Rennen voll da sein"

Ex-Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger erklärt, warum er Red Bull keineswegs abschreibt und wer für ihn beim Saisonauftakt in Melbourne Favorit ist

(Motorsport-Total.com) - Für Red Bull sieht es nach den Wintertests alles andere als gut aus. Die Weltmeistertruppe der vergangenen Jahre wurde sowohl in Jerez als auch in Bahrain vom Defektteufel verfolgt - der Renault-Motor sorgte für enorme Probleme. In Milton Keynes ist man derzeit nicht einmal sicher, ob die Probleme überhaupt lösbar sind.

Gerhard Berger, Pat Symonds

Gerhard Berger hat sich in Bahrain ein Bild von der neuen Formel 1 gemacht Zoom

Ist das Vorhaben, beide Titel zu verteidigen, damit für Sebastian Vettel bereits vor dem Saisonstart gescheitert? Nicht, wenn es nach seinem früheren Chef Gerhard Berger geht. Der ehemalige Toro-Rosso-Mitbesitzer ist gegenüber 'Sport Bild' davon überzeugt, dass Red Bull nicht lange brauchen wird, um wieder ganz vorne zu liegen: "Ich glaube, nach drei Rennen werden sie voll da sein."

Berger: Red Bull wird Renault helfen

Seine Meinung führt er auf die "phantastischen Leute" in Milton Keynes zurück, "die sogar Renault helfen können, die komplizierte Elektronik in den Griff zu bekommen." Außerdem habe man mit Vettel den "besten Fahrer" in den eigenen Reihen.

Doch was hilft der beste Fahrer, wenn das Auto unzuverlässig und der Motor zu schwach ist? Eine ganze Menge, glaubt Berger. Der Österreicher machte sich in Bahrain ein Bild von der neuen Formel 1 und ist davon überzeugt, dass diese nicht "wie befürchtet eine Meisterschaft nur für die Techniker" wird.

Mercedes am besten vorbereitet?

"Der Fahrer spielt immer noch eine tragende Rolle", sagt Berger. "Durch die Extrapower der Motoren fahren die Autos öfters quer durch Kurven, die Hinterräder drehen schnell beim Beschleunigen durch. Das belastet extrem die Hinterreifen. Der Fahrer, der dieses Problem am besten lösen kann, wird einen Vorteil haben. Und da sehe ich Vettel vorn. Er kann ein Rennen lesen wie kein Zweiter."

Dass Vettel schon in Melbourne die Nase vorn haben wird, glaubt Berger allerdings nicht. Er rechnet mit einem Auftakt nach Maß für die Silberpfeile: "Im Moment ist das Mercedes-Werksteam noch klar vorne. Das Auto wirkt kompakt und bildet schon jetzt eine Einheit mit den komplizierten Antriebssystemen. Man merkt, wie gut Mercedes in der Vergangenheit gearbeitet hat, wie gut sie sich auf das neue Reglement vorbereitet haben. Alles wirkt sehr homogen. Sie sind in der Entwicklung einen Schritt weiter als alle anderen."

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