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Bei Renault schrillen die Alarmglocken

Nelson Piquet fährt in Jerez trotz KERS der Konkurrenz hinterher, sodass Renault das Testprogramm bis zum Saisonauftakt umgestellt hat

(Motorsport-Total.com) - So optimistisch war Fernando Alonso nach seinen beiden Siegen im letzten Saisondrittel 2008, doch nach den ersten Testfahrten im neuen Formel-1-Jahr sieht es nicht so aus, als würde ihm Renault ein Siegerauto zur Verfügung stellen. Der R29 war bisher nämlich die große Enttäuschung - nicht nur wegen seiner eigenwilligen Optik, sondern vor allem wegen seines Performancedefizits.

Nelson Piquet

Bild mit Symbolcharakter: Es läuft einfach noch nicht bei Renault...

Schon beim ersten großen Test in Portimão war das, was die Franzosen abgeliefert haben, alles andere als berauschend, und auch diese Woche in Jerez sah Nelson Piquet an den bisherigen beiden Tagen nur die Auspuffrohre der Konkurrenz: Gestern fehlten ihm sieben, heute fünf Zehntelsekunden - wohlgemerkt nicht auf die Spitze, sondern auf den jeweils Vorletzten. Das ist selbst bei unterschiedlichen Benzinmengen zu viel.#w1#

Wieder technische Probleme

"Wir sind wieder nicht so viele Runden gefahren, wie wir uns das wünschen würden." Nelson Piquet

Piquet verbrachte heute wieder viel Zeit an der Box und verursachte mit einem technischen Defekt kurz vor 17:00 Uhr das frühzeitige Ende der Session. "Wir sind wieder nicht so viele Runden gefahren, wie wir uns das wünschen würden, aber wir haben trotzdem ein paar interessante Dinge herausgefunden", seufzte der Brasilianer. "Zumindest ist die Wettervorhersage für den Rest der Woche gut, sodass das Team morgen und am Freitag weitere interessante Daten sammeln kann."

Testteamchef Christian Silk fügte an: "Die Strecke war heute in viel besserem Zustand und wir machten mit dem Auto gute Fortschritte. Wir brachten einige Änderungen des Setups an und fanden ein paar gute Richtungen, denen wir später in der Woche nachgehen werden. Wir hatten wieder ein paar Zuverlässigkeitsprobleme, aber trotzdem haben wir am Nachmittag einen Longrun hinbekommen, was ermutigend ist."

Morgen übernimmt Alonso den R29 und wird zeigen, was wirklich in dem neuen Auto steckt oder eben auch nicht. In der Chassisfabrik in Enstone ist jedenfalls schon ein Notfallprogramm angelaufen. Erste Maßnahmen: Die Schürzen unter der Nase wurden bis hinter die Vorderachse verlängert und die Fahrwerksgeometrie wurde probeweise verändert, um den mechanischen Grip zu verbessern. Noch sind sich Pat Symonds und Co. nicht sicher, wo der Sargnagel genau zu suchen ist.

Leichtbau übertrieben?

"Um unser Gewichtsziel zu erreichen, mussten wir unsere Standards für die Steifigkeit neu definieren." Pat Symonds

Laut 'auto motor und sport' könnte es Renault auch mit dem Leichtbau übertrieben haben, denn ohne KERS soll der R29 gerade mal 480 Kilogramm wiegen. Dazu kommen dann noch die Fahrer und die Ballastplatten aus Wolfram, denn laut FIA-Reglement müssen die Formel-1-Boliden mindestens 605 Kilogramm schwer sein. Symonds: "Um unser Gewichtsziel mit diesem Auto zu erreichen, mussten wir unsere Standards für die Steifigkeit der Komponenten am Auto neu definieren."

Fest steht, dass Renault die Teilnahme an den Testfahrten in Barcelona nächste Woche abgesagt hat. Stattdessen geht es zurück in die Entwicklungsabteilung, wo dem R29 neues Leben eingehaucht werden soll. Die Rückkehr auf die Teststrecke ist erst für März geplant. Übrigens soll Alonso von nun an deutlich mehr im Auto sitzen als Piquet. Letzterer darf dafür den finalen Shakedown vor der Abreise nach Australien absolvieren.

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