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Beflügelter Buemi kommt immer besser in Schwung

Im Dreikampf um die Toro-Rosso-Cockpits macht Sébastien Buemi eine gute Figur - Beim Jerez-Test ist er mit seiner Leistung immer zufriedener

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Buemi scheint seine Chance mit beiden Händen greifen zu wollen. Bei den Testfahrten in Jerez unterstreicht er eindrucksvoll seine Ambitionen auf ein Toro-Rosso-Cockpit. An beiden bisherigen Tagen fuhr der Schweizer die Bestzeit und ließ damit unter anderem die früheren Weltmeister Fernando Alonso und Kimi Räikkönen hinter sich. Noch viel wichtiger ist aber, dass er seine Rivalen im Kampf um einen Toro-Rosso-Vertrag, Takuma Sato und Sébastien Bourdais, in den Schatten stellen kann.

Sébastien Buemi

Sébastien Buemi kann mit seinen beiden Bestzeiten in Jerez zufrieden sein

Es sei ein tolles Gefühl, Schnellster zu sein, wurde Buemi von 'autosport.com' zitiert. "Ich war schon ein paar Mal Zweit- oder Drittschnellster, aber Erster zu sein, ist toll, vor allem beim ersten Mal." Und er betonte: "Es ist auch deshalb wichtig, weil hier drei Jungs um zwei Cockpits fighten, auch wenn das keiner so deutlich zeigen will. Deshalb ist es nicht einfach."#w1#

Bisher hat Buemi seine teaminternen Rivalen aber im Griff. Er gewöhne sich immer besser an das Formel-1-Auto, "warum sollte ich also langsamer sein als die beiden? Vielleicht bin ich eine perfekte Runde gefahren, vielleicht auch nicht. Es ist einfach gut für mich, dass ich am Ende vor ihnen war."

"Ich kann dabei lernen, statt einfach nur Dinge auszuprobieren." Sébastien Buemi

Die Bestzeiten beflügeln, doch Buemi bleibt auf dem Boden und realistisch. Noch hat er seine Rivalen nicht endgültig ausgestochen. "Ich schaue weiter, wo ich im Vergleich zu ihnen Zeit verliere und versuche, mich zu steigern." Alles in allem werde er aber immer besser, berichtete der Schweizer: "Ich habe jetzt ein sehr gutes Gefühl im Auto und habe seit dem Test in Barcelona versucht, mich zu steigern."

Ein Formel-1-Auto zu fahren sein schon etwas Spezielles, so Buemi: "Und ich bin niemand, der vorher schon ein paar Jahre gefahren ist. Aber jetzt bin ich viel gefahren - und das ist vor allem am Anfang wichtig. Das Team will mir die Zeit geben, um zu lernen. Wir ändern die Abstimmung für mich, damit ich verstehe, wie das Auto reagiert. Das ist wichtig für mich, denn ich kann dabei lernen, statt einfach nur Dinge auszuprobieren."