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  • 22.06.2017 19:54

Baku-Facts: Alles, was du wissen musst!

Vorfreude auf die schnellste Strecke der Formel 1: Im Podcast "Starting Grid" gibt's den einstündigen Talk vor dem Grand Prix von Aserbaidschan

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag beginnt mit dem ersten Freien Training der Grand Prix von Aserbaidschan in Baku. Der Baku City Circuit ist 6,003 Kilometer lang und seit 2016 fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Den Streckenrekord hält Nico Rosberg mit einer Bestzeit von 1:42.758 Minuten, aufgestellt 2016 auf Mercedes.

Mit dieser Artikelreihe, die 2017 jeden Mittwoch oder Donnerstag vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts" (eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke begleitende Informationen. Etwa: Was war an Rosbergs Premierensieg im vergangenen Jahr so besonders? Oder: Auf Welcher Skala liegt Baku auf dem exakt entgegengesetzten Ende zu Mexiko-Stadt?

Für die Antworten jetzt durchklicken!

Reifen

Der Straßenkurs von Baku ist der jüngste Austragungsort im aktuellen Formel-1-Kalender. Im Protokoll steht bislang nur das Premierenrennen des vergangenen Jahres. Folglich wissen die Teams über keinen Kurs weniger als über die Strecke in Aserbaidschan. Weil sich zudem seit 2016 die technischen Regularien sowie die Charakteristik der Reifen grundlegend geändert haben, gleicht der Kurs wieder einem unbeschriebenen Blatt Papier. Für das Rennwochenende auf dem längsten und schnellsten Straßenkurs der Saison nominierte Pirelli den P Zero White (Medium), den P Zero Yellow (Soft) sowie den P Zero Red (Supersoft). Diese Kombination wurde bereits im vergangenen Jahr in Baku eingesetzt und in dieser Saison zuletzt in Bahrain gefahren.

Reifen-Key-Facts

Mit 6,003 Kilometern Länge, davon eine 2,2 Kilometer lange Gerade sowie 20 Kurven ist der Circuit in Baku hinter Spa der zweitlängste Formel-1-Track der Saison.

Baku ist bekannt als Stadt der Winde. Die dortigen Böen erschweren die Wahl des richtigen Set-ups für die Autos.

Die ansteigende Einfahrt in die Altstadt-Passage der Strecke ist sehr eng. Und in diesem Jahr sind die Autos 20 Zentimeter breiter als 2016.

2016 erwarteten Experten rund 360 km/h Top-Speed auf der Geraden. Tatsächlich wurden 378 km/h erreicht.

Ein Teil der Strecke wurde neu asphaltiert. Im Freien Training werden die Teams feststellen, wie viel Grip dieser Abschnitt bietet.

Im vergangenen Jahr war die Einstoppstrategie erfolgreich. Das sollte auch 2017 der Fall sein.

Das Layout des Straßenkurses in Baku ist im Vergleich zum Vorjahr weitgehend gleich geblieben. Lediglich in fünf oder sechs Kurven wurden die Sicherheitsbarrieren verändert, insbesondere in Kurve 15.

Sollte sich Lewis Hamilton in Baku die Pole-Position sichern, zieht er an Ayrton Senna vorbei, der 65 Poles erreichte, und kommt in Schlagdistanz zum Rekord von Michael Schumacher, der 68 Mal vom ersten Platz ins Rennen startete.

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass in diesem Jahr in Baku ein neuer Rundenrekord aufgestellt wird. Die bislang schnellsten Rundenzeiten auf der Strecke betragen 1:42.758 Minuten im Qualifying und 1:46.485 Minuten im Rennen.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 22 psi (Vorderreifen), 21 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -3,50 Grad (Vorderreifen), -2,00 Grad (Hinterreifen).

Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Nach Monaco und Montreal ist Baku der dritte Austragungsort in Folge mit einer semi-permanenten Strecke, die wenig Grip bietet. Allerdings hat der Kurs in Aserbaidschan einen ganz anderen Charakter. Eine Runde hier ist deutlich schneller, und es geht mehr Energie durch die Reifen. Wie im vergangenen Jahr gesehen, kann die Streckentemperatur sehr hoch werden. Aus diesen Gründen haben wir die drei Mischungen aus dem mittleren Bereich unserer Reifen-Range gewählt. Das hat 2016 sehr gut funktioniert."

"Trotz anderslautender Prognosen kam es im vergangenen Jahr zu keiner Safety-Car-Phase, was viele überraschte. Das sollte man bei der Festlegung der Rennstrategie berücksichtigen. Die Kombination aus langsamen Kurven und langen Geraden machen es schwierig, die richtige Balance zu finden. Das gilt insbesondere für den Abtrieb."

Strecke & Sicherheit

Die Mauern, die die Auslaufzonen in den Kurven 1, 2, 3, 5, 8 und 15 eingrenzen, wurden nach hinten versetzt, um die Auslaufzonen weitläufiger gestalten zu können.

Vor die TecPro-Barrieren in den Kurven 1, 3, 5, 7, 8 und 15 wurde eine zusätzliche Reihe aufgestellt, um die Sicherheit zu verbessern.

Die Randsteine wurden am Ausgang von Kurve 1 entfernt und stattdessen der Asphalt lackiert. Ebenso an den Scheitelpunkten der Kurven 3 und 5 sowie am Trennstreifen zwischen Strecke und Boxenausfahrt.

Vor Kurve 7 und auf der rechten Seite in Kurve 18 wurden neue Löcher in den Barrieren geschaffen, um Autos schneller bergen zu können. Außerdem wurden einige zusätzliche Tore in die Zäune eingebaut, um den Verkehr nach Ende der Sessions zu verbessern.

Die SAFER-Barrieren außen in den Kurven 13 und 19 wurden um jeweils 34 Meter verlängert.


Aserbaidschan-GP: Ferraris Baku-Fakten

Der Titelherausforderer bereitet sich anhand dieser Infos auf das erst zweite Rennen auf dem Straßenkurs vor Weitere Formel-1-Videos

DRS-Zonen

Beim Grand Prix von Aserbaidschan gibt es zwei DRS-Zonen. Der Aktivierungspunkt von DRS-Zone 1 liegt 54 Meter nach Kurve 22, der zweite 347 Meter nach Kurve 20. Ob DRS ausgelöst werden darf, entscheidet sich an den jeweiligen Detektionspunkten. Dieser liegt für Zone 1 auf der Safety-Car-Linie und für Zone 2 am Scheitelpunkt von Kurve 20. Beträgt der Rückstand auf das vorfahrende Auto am Detektionspunkt weniger als eine Sekunde, darf DRS aktiviert werden.

Boxengassen-Speedlimit

80 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.

FIA-Rennkommissare

Paul Gutjahr ist Präsident des ASS (Auto Sport Schweiz). Er begann seine Karriere als Rennfahrer in den 1960er-Jahren auf Alfa Romeo, Lancia, Lotus und Porsche, später fuhr er für das March-Team Formel 3. In den frühen 1970er-Jahren wurde er Präsident des Berner Automobilklubs und organisierte als solcher zahlreiche Veranstaltungen. Von 1980 bis 1982 war er Präsident des Organisationskomitees des Schweiz-Grand-Prix in Dijon. Bereits seit 1995 ist er als Rennkommissar in der Formel 1 tätig und zählt in dieser Funktion zu den erfahrensten FIA-Leuten.

Enzo Spano ist Sportpräsident des venezolanischen Automobilverbandes. Spano wurde in Italien geboren, studierte aber in Venezuela Jus. Seit 1991 arbeitet er in verschiedenen Funktionen für den venezolanischen Motorsportverband. Er ist seit 2003 lizenzierter Formel-1-Rennkommissar. Außerdem ist er Mitglied des Motorsport-Weltrats der FIA.

Danny Sullivan aus den USA nimmt in Bahrain die Rolle des Experten-Kommissars ein. Als Formel-1-Fahrer debütierte er 1983 in Brasilien auf Tyrrell. In seiner einzigen Saison in der Königsklasse war Platz fünf in Monaco sein bestes Ergebnis. Legendär ist sein Sieg beim Indy 500 1985, als er sich in Führung liegend drehte, Mario Andretti aber ein zweites Mal überholte und das Rennen gewann. 1988 krönte er sich zum IndyCar-Champion. 1995 beendete er seine aktive Formelkarriere. Im Sportwagen trat er aber noch viele Jahre an. Die 24 Stunden von Le Mans hat er 2004 letztmals bestritten.

Der vierte Rennkommissar für Baku wird vom nationalen Verband in Aserbaidschan gestellt.

Eine Runde mit Romain Grosjean

"Einige Passagen der Strecke werden dieses Jahr, mit den breiteren Autos, sehr eng. Andere werden wirklich Spaß machen. Die Höchstgeschwindigkeiten werden auch nicht mehr ganz so extrem sein. Ich denke, Baku sollte mit den neuen Autos eine wirklich coole Strecke sein. Spät bremsen, viel Geschwindigkeit in die Kurven reinnehmen - und in einigen Kurven kann man wirklich zwischen den Mauern fliegen lassen."

"Das erste Rennen war wirklich toll. Es ist eine schöne Stadt mit einer schönen Strecke. Der einzige Nachteil sind die herumfliegenden Plastiktüten. Die haben uns vergangenes Jahr Punkte gekostet, weil eine Tüte in den Kühler gekommen ist. Hoffentlich ist das diesmal besser."


360 Grad: Eine Baku-Runde mit Daniil Kwjat

Der Russe Daniil Kwjat fährt im Toro-Rosso-Simulator eine Runde auf dem Straßenkurs in Aserbaidschan, auf dem die Formel 1 zum zweiten Mal gastiert Weitere Formel-1-Videos

"Die herausforderndste Passage ist hinten raus, rund um das Schloss, den Hügel rauf, dann wieder runter und in die letzten zwei Kurven rein, die wirklich sehr schwierig sind. Die Stelle macht mir auch am meisten Spaß. Du fährst dort ziemlich schnell und musst die richtige Balance finden, aber auch das Bremsen gut hinbekommen. Macht richtig Spaß, wenn du das richtig triffst!"

"Im ersten Teil der Strecke geht's lange geradeaus. Dann bremst du in die 90-Grad-Kurven. Das ist nicht wahnsinnig aufregend, aber man kann dort überholen. In weiterer Folge wird die Strecke ganz anders. Es kommen ein paar richtig enge Kurven, die aber einen guten Fluss haben. Rund um das Schloss geht es sehr schnell bergauf. Die letzten zwei Kurven sind bergab und hängen ein wenig, bevor es auf die lange Gegengerade geht."

"Eigentlich sind es zwei sehr unterschiedliche Strecken, zusammengefasst in eine einzige."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 15:00 Uhr (13:00 Uhr MESZ):
Kimi Raikkonen (Ferrari)
Stoffel Vandoorne (Mclaren)
Daniil Kwjat (Toro Rosso)
- - -
Valterri Bottas (Mercedes)
Esteban Ocon (Force India)
Romain Grosjean (Haas)

Freitag, 19:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ):
Eric Boullier (Mclaren)
Robert Fernley (Force India)
Cyril Abiteboul (Renault)
- - -
Jock Clear (Ferrari)
Beat Zehnder (Sauber)
Robert Smedley (Williams)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

Formel-1-Talk vor dem Grand Prix von Aserbaidschan

Der Formel-1-Talk "Starting Grid" ist inzwischen eine feste Institution vor und nach den Grands Prix geworden. In der aktuellen Ausgabe diskutiert unser Chefredakteur Christian Nimmervoll mit den Kollegen von meinsportradio.de unter anderem über die wichtigsten Knackpunkte in Baku - und da gilt der Grundsatz: Leistung über alles. Außerdem macht sich die Runde Gedanken darüber, was Chase Careys Besuch in Le Mans für die Zukunft bedeuten kann. Neugierig geworden? Dann den aktuellen Podcast für die nächste Autofahrt abonnieren oder jetzt gleich anhören!

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