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"Auf einem anderen Level": Schumacher hätte Mercedes-Sieg "verdient" gehabt

Bei Mercedes bedauert man es, mit Michael Schumacher nie ein Rennen gewonnen zu haben - Im Team ist man sich einig, dass "Schumi" es verdient gehabt hätte

(Motorsport-Total.com) - "Er hat einen Anteil daran, dass wir heute gewinnen, denn er hat uns besser gemacht", sagt Mercedes-Sportdirektor Ron Meadows im Podcast 'Beyond The Grid' über Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister fuhr zwischen 2010 und 2012 drei Jahre für die Silberpfeile und leistete in diesem Zeitraum wichtige Aufbauarbeit in Brackley.

Michael Schumacher, Mark Webber, Nico Rosberg

Die Poleposition 2012 in Monaco durfte Michael Schumacher nicht behalten Zoom

Die großen Erfolge stellten sich allerdings erst nach "Schumis" Abschied ein. Gelang in den ersten drei Jahren nach dem Comeback des Werksteams nur ein Sieg (durch Nico Rosberg), war Mercedes ab 2013 regelmäßig für Rennsiege gut, seit 2014 dominiert man die Königsklasse gefühlt nach Belieben.

"Am meisten bedauere ich, dass ich nie gesehen habe, wie Michael ein Rennen für uns gewinnt", blickt Meadows zurück und verrät: "Er war auf einem anderen Level als alle anderen Fahrer, mit denen wir bis zu diesem Punkt gearbeitet hatten." Dadurch habe Schumacher dem ganzen Team geholfen, besser zu werden.

Schumacher bei allen im Team beliebt

Zwar hatte der Rennstall aus Brackley 2009 als Brawn GP sensationell den WM-Titel gewonnen. Doch das war nach schwierigen Jahren als Honda-Werksteam eher ein positiver Ausreißer. Und auch nach der Übernahme durch Mercedes dauerte es danach wieder, bevor Mercedes ein ernstzunehmender Konkurrent wurde.


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"Wir alle wollten, dass er gewinnt. Aber es ist nicht passiert. Und ein paar Jahre später gewannen wir dann immer weiter", erkennt auch Meadows eine gewisse Ironie. Der Sportdirektor ist übrigens bei weitem nicht der einzige langjährige Mitarbeiter, der Schumacher einen letzten Sieg in seiner Formel-1-Karriere gegönnt hätte.

"Wir alle hatten eine sehr persönliche Beziehung zu Michael. Er kannte jeden einzelnen Namen in der Garage", erinnert sich Mercedes-Chefstratege James Vowles im gleichen Podcast und erklärt: "Er war unglaublich gut darin, über deine Familie, dein Leben, deine Gewohnheiten Bescheid zu wissen."

Monaco 2012 "eine der besten Runden seines Lebens"

"Und er tat nicht nur so, er interessierte sich wirklich für alles, was in deinem Leben los war", berichtet er. Das sei der Grund, warum Schumacher im Team so beliebt gewesen sei. Die vielleicht größte Chance auf Formel-1-Sieg Nummer 92 hatte Schumacher in seiner Abschiedssaison 2012 in Monaco.


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Dort stellte "Schumi" den W03 auf die Poleposition - zumindest in der Theorie. In der Praxis durfte er den ersten Startplatz nicht behalten, weil er sich ein Rennen zuvor in Spanien eine Rückversetzung in der Startaufstellung eingehandelt hatte. In Barcelona war Schumacher Bruno Senna ins Heck gekracht.

"Ich habe mich so für ihn gefreut. Ich denke, es war eine der besten Runden seines Lebens", blickt Vowles auf Monaco zurück und erklärt: "Gleichzeitig brach es mir wirklich das Herz, denn wir alle in der Fabrik wollten, dass er ein Rennen gewinnt. Er hätte es verdient gehabt und hatte so viel Arbeit in das Team gesteckt."

Kein letzter Sieg zum Abschied

"Das war seine Möglichkeit in diesem Jahr. Und es brach mir das Herz, dass ausgerechnet das das Rennen war, in dem er zurückversetzt wurde", so Vowles. Eine weitere Chance sollte Schumacher danach nicht mehr bekommen. Für die Saison 2013 wurde er bei Mercedes durch Lewis Hamilton ersetzt.


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"Ich denke, er wusste, dass seine Zeit gekommen war [zu gehen]", blickt Vowles zurück und erklärt, Schumacher habe gewusst, dass er durch sein Alter gewisse Nachteile gehabt habe, die er nicht mehr ausgleichen konnte. "Ich wünschte nur, dass er ein Rennen gewonnen hätte", so Vowles.

"Denn das nächste Jahr wäre sicher ein fantastisches für ihn geworden", glaubt er. Tatsächlich wurde die Saison 2013 mit drei Siegen und Platz zwei in der Konstrukteurs-WM die erfolgreichste seit dem Mercedes-Comeback. Das durfte Schumacher allerdings nur noch als Zuschauer verfolgen.

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