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Auch BMW kürzt das Formel-1-Budget

Obwohl das BMW Sauber F1 Team zu den gesünderen in der Königsklasse gehört, wird das Budget 2009 und 2010 reduziert

(Motorsport-Total.com) - Dem BMW Sauber F1 Team stand 2008 ein Budget von mehr als 250 Millionen Euro zur Verfügung; knapp 150 davon kamen direkt aus der Konzernkasse von BMW. 2009 verliert der Rennstall nicht nur gut zehn Millionen Euro von der Credit Suisse, sondern auch einen Teil der konzerninternen Finanzierung, wie BMW Motorsport Direktor Mario Theissen heute eingestehen musste.

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Selbst BMW pumpt 2009 weniger Geld in die Formel 1 als bisher

"Wir erwarten für 2009 eine Budgetkürzung und für 2010 ebenfalls", erklärte er am Rande der Präsentation des BMW Sauber F1.09 in Valencia. Allerdings habe BMW schon immer vernünftig gewirtschaftet, sodass Theissen heute auch einer der wenigen Teamchefs ist, der findet, dass sich die Formel 1 für seinen Arbeitgeber rechnet. Kein Wunder: BMW hat schon 2008 mit einem eigenen Team um 30 Prozent weniger Geld ausgegeben als 2005 als Williams-Partner.#w1#

Erreicht wurde die Budgetkürzung unter anderem mit der geplanten Auflösung des Testteams, schließlich darf zwischen erstem und letztem Rennen sowieso nicht mehr getestet werden. Selbst die Renncrew könnte verkleinert werden. Dabei wäre die sinnvollste Maßnahme aus Sicht von Theissen, eine Budgetobergrenze einzuführen und den Teams alles andere freizustellen. Seiner Meinung nach wäre auch die Kontrollierbarkeit "nicht so schwierig".

"Wir haben die Budgetobergrenze immer unterstützt, denn wenn man Geld sparen will, sollte man beim Geld ansetzen und nicht woanders", so der Deutsche. "Meiner Meinung nach wäre die Budgetobergrenze eine sinnvolle Maßnahme. Man kann über die genaue Summe noch diskutieren, aber der Grundsatz, dass die Budgets limitiert werden und die Teams das Geld ausgeben können, wofür sie wollen, ist etwas, dem wir zustimmen würden."