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"Arbeitsreiche Tage" für Ferrari-Junior Bianchi

Jules Bianchi stellt sich in Abu Dhabi in den Dienst von Ferrari und Pirelli und beendet die Young-Driver-Woche auf dem zweiten Platz

(Motorsport-Total.com) - Nicolas Todt, der Manager von Jules Bianchi, weiß, dass er für seinen Schützling keinen Stammvertrag mehr ergattern wird, aber sein Ziel ist, für 2012 zumindest ein Freitagscockpit zu sichern. Das könnte zum Beispiel bei Force India sein oder auch bei Williams, doch bei den Young-Driver-Tests in Abu Dhabi fuhr der Franzose einen aktuellen Ferrari.

Jules Bianchi

282 Runden an drei Tagen: Das kann ganz schön an die Substanz gehen... Zoom

Bianchi ist seit November 2010 dritter Fahrer des Traditionsteams und saß zuletzt im September in Fiorano in einem Formel-1-Auto. "Das waren drei sehr arbeitsreiche Testtage für mich und das Team", zieht er Bilanz. "Ich bin zufrieden, denn wir konnten alles erledigen, was wir uns vorgenommen hatten. Heute haben wir Longruns absolviert, um das Verhalten der neuen Pirelli-Reifen auf längeren Distanzen zu überprüfen."

Der 22-jährige Champion der Formel-3-Euroserie (2009) und Gesamtdritte der GP2 (2010 und 2011) stellte sich allerdings nur am Nachmittag in den Dienst von Pirelli, um 2012er-Prototypen zu evaluieren. Bis zur Mittagspause wurde ihm von Ferrari aufgetragen, wie schon am Dienstag und Mittwoch verschiedene Setups auszuprobieren und aerodynamische Messungen durchzuführen. Dafür wurden erneut spezielle Messkonstruktionen am 150° Italia angebracht.

"Mit dem Team zu arbeiten, ist wichtig für meine Entwicklung als Fahrer, aber noch wichtiger ist, dass ich dem Team dabei helfen konnte, Daten zu sammeln, die sie für die Entwicklung benötigen", bilanziert der Franzose. "Heute Morgen drehte ich ein paar Runs mit einem sehr ungewöhnlichen Setup. Man muss diese seltenen Testgelegenheiten nutzen, denn am Freitag eines Rennwochenendes ist für so etwas ja kaum Zeit."


Fotos: Jules Bianchi, Young-Driver-Test in Abu Dhabi, Donnerstag


Aufgrund dieses intensiven Testprogramms hatte Bianchi kaum Zeit, sich selbst ins Rampenlicht zu rücken. In der Wochen-Gesamtwertung belegte er Platz zwei, 1,362 hinter Red-Bull-Junior Jean-Eric Vergne. Aber: "Ich bin während der drei Tage nur die Soft-Reifen gefahren, denn das war der am besten geeignete Reifentyp für die Arbeiten, die das Team auf der Strecke durchführen wollte", verrät Bianchi, dass er nie mit superweichen Pneus unterwegs war.

"Ich weiß nicht, mit welchen Reifen die anderen Teams gefahren sind, denn Pirelli hat ja mehrere Reifentypen angeboten", sagt er. "Wir haben jedenfalls nur den experimentellen Soft verwendet, denn das war für das Team die Priorität. Schwer zu sagen, wie groß der Unterschied zum Standard-Soft ist, der dieses Jahr verwendet wurde, aber für uns war es wichtig, damit anzufangen, den Reifen zu verstehen, damit wir nächstes Jahr das Beste herausholen können."

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