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Anstrengendstes Wochenende für Jaguar steht bevor

Beim Heim-Grand-Prix wollen die Raubkatzen Vorteile aus dem konkurrenzfähigen Renntrim des Autos ziehen

(Motorsport-Total.com) - Nach den Grand Prix in Europa (Nürburgring) und Frankreich (Magny-Cours), sowie den dreitägigen Testfahrten in Monza, steht dem Jaguar-Team dieses Wochenende beim Heimspiel im nur 15 Meilen von der eigenen Fabrik entfernten Silverstone ein anstrengendes und hektisches Rennwochenende bevor. Nach der beeindruckenden Leistung von Eddie Irvine in Magny-Cours, wo er als Zwölfter losgefahren war und sich bis zu seinem Ausfall auf Position sieben vorarbeiten konnte, und dank der stetig zunehmenden Konkurrenzfähigkeit des R2, hofft das Team, dass man auch in Silverstone die Stärke des eigenen Autos im Renntrim in Punkte umwandeln kann.

Jaguar Racing

Beim Heimspiel in Silverstone möchte Jaguar gut aussehen

Eddie Irvine: "Für mich persönlich ist das kein Heim-Grand-Prix, jedenfalls nicht so, wie die Leute es denken. Ich habe zu Beginn meiner Rennfahrerkarriere nämlich nur wenig Zeit in Silverstone verbracht. Der Test hier im letzten Monat stand auch nicht unter einem besonders guten Stern, musste ich doch nach nur einer gefahrenen Runde wegen Nackenschmerzen aufhören. Nach der Behandlung meiner Schmerzen konnte ich auf dem Nürburgring und in Magny-Cours ohne Beschwerden fahren. Wie dem auch sei, bei den Tests in Monza in der letzten Woche spürte ich nach wenigen Runden wieder etwas im Nacken, sodass wir als Vorsichtsmaßnahme entschieden, dass ich mich ausruhen und nicht länger an den Tests teilnehmen sollte. Die Zeit heilt bekanntlich ja alle Wunden, weshalb ich guter Hoffnung bin, dass ich beim Großen Preis von England keine Probleme haben werde."

Der Nordire weiter: "Ich kenne Silverstone sehr gut und die Becketts ist die herausforderndste Kurve. Da das ganze Terrain ziemlich eben ist kann man bei starkem Wind Probleme mit dem Fahrverhalten des Autos in den verschiedenen Streckenabschnitten bekommen. Genau darauf muss man vorbereitet sein. Leider gibt es hier kaum Überholmöglichkeiten. In Silverstone kommt es auf ein gutes Aerodynamikpaket und ein gut ausbalanciertes Chassis an. In genau diesen Bereichen machen wir ja seit geraumer Zeit Fortschritte. Ich denke jedoch nicht, dass diese Strecke zu denen gehört, welche uns wirklich liegen. Am Rennsonntag werden über 200.000 enthusiastische Briten hier sein, unter ihnen viele Freunde, die Familie und selbstverständlich die ganzen Leute von Jaguar Racing. Wenngleich ein Podiumfinish hier wohl für uns nicht möglich sein wird, so werde ich im Rennen genauso aggressiv fahren wie bisher in dieser Saison - die britischen Fans werden garantiert auf ihre Kosten kommen."

Pedro de la Rosa: "Ich kenne Silverstone sehr gut von den vielen Testfahrten. Obwohl die Strecke uns nicht besonders liegt, so hat es doch zuletzt einige Verbesserungen am Auto gegeben, welche uns im Rennen schon sehr gut geholfen haben. Das Team arbeitet sehr hart daran, dass wir das vorhandene Potenzial voll ausschöpfen können, während gleichzeitig neue Aerodynamikteile entwickelt werden. Von den bei den Testfahrten gewonnenen Erkenntnissen wissen wir, auf welche Bereiche wir uns noch verstärkt konzentrieren müssen. Generell bin ich mit unseren Fortschritten und der Schnelligkeit wie diese Einzug halten zufrieden. Mark Handford (Chefaerodynamiker) und John Russell (Chefdesigner) arbeiten pausenlos an neuen Dingen und es macht Spaß zuzusehen, wie wir Fortschritte machen. Das Aerodynamikpaket ist der kritischste Teil eines Autos, geht es darum eine Zehntelsekunde noch irgendwo zu finden. Wir arbeiten wirklich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, sodass wir jedes Zehntel an Leistung aus unserem Paket herausholen. Wie immer, so wird es auch dieses Wochenende für uns wichtig sein, dass wir in der Qualifikation gut sind. Wir wissen jedoch, dass es diese Strecke uns da nicht besonders einfach machen wird. Unsere Herausforderung ist es genau das zu schaffen, denn nur so haben wir dann eine bessere Ausgangsposition im Rennen, sodass wir hoffentlich dann davon profitieren und um Punkte kämpfen können."

Bobby Rahal, Teammanager: "Ich bin über die Geschwindigkeit unser Bemühungen, Fortschritte zu erzielen, erfreut. Wir treiben alles voran und dies pausenlos. Verglichen mit dem letzten Jahr haben wir uns wirklich steigern können. Man muss sich nur einmal unsere letzten Rennen anschauen, denn dann fällt das einem gleich auf. Auf dem Nürburgring haben wir das Rennen direkt hinter den Top-Teams beendet und in Magny-Cours ist Eddie im Rennen nach vorne gestürmt. Wir hätten zu Saisonbeginn niemals die BARs und Jordans in einem Zweikampf überholen können, aber jetzt sind wir dazu in der Lage. Eddie lag an siebter Stelle als er nur 0.3 Sekunden von Nick Heidfelds Sauber entfernt mit technischen Defekt ausfiel. Wir sind unseren Zielen für diese Saison schon ziemlich nah, wenngleich wir uns in der Qualifikation besser anstellen müssen. Der Große Preis von England ist aus verschiedenen Gründen etwas Besonders. In unserem Fall haben unsere 321 Angestellten die Möglichkeit die Früchte ihrer harten Arbeit einmal live zu sehen. Unsere Belegschaft wird dieses Wochenende viele Jaguar-Fahnen schwingen und nicht nur unser Formel-1-Team anfeuern, sondern auch die jungen Jaguar-Jungs des F3-Teams."

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