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Alonso wettert gegen Stewards: "Müssen mehr nachdenken"

Fernando Alonso kann die Strafe gegen ihn nicht nachvollziehen und macht seinen Unmut gegen die Rennkommissare deutlich - WEC und MotoGP als Vorbild

(Motorsport-Total.com) - Sportlich ging es im letzten Rennen der Formel-1-Saison 2015 um wenig, dennoch kochten die Emotionen noch einmal hoch. Besonders Fernando Alonso war nach dem Großen Preis von Abu Dhabi nicht sonderlich gut auf die Rennkommissare zu sprechen. Die Stewards sprachen eine Durchfahrtsstrafe gegen den McLaren-Piloten aus, nachdem dieser in der ersten Kurve mit Pastor Maldonado aneinandergeraten war.

Fernando Alonso

Nach dem Unfall mit Pastor Maldonado stand Fernando Alonso im Aus Zoom

Denn Sinn hinter dieser Strafe versteht der Spanier allerdings nicht: "Eine Durchfahrtsstrafe zu bekommen, nachdem du von einem anderen Auto getroffen wurdest, ist etwas merkwürdig", äußert er sich bei 'Sky Sports F1'. Vor dem Crash in der ersten Kurve berührten sich Alonso und Sauber-Pilot Felipe Nasr, weswegen Alonso kurz die Kontrolle über seinen Boliden verlor und in den Lotus rasselte.

Selbst Maldonado will seinem Konkurrenten für diesen Zwischenfall nicht böse sein: "Das ist Racing, es kann passieren", sagt der Venezolaner und fügt süffisant an: "Aber wenn es andersherum gewesen wäre - das wäre wieder eine große News gewesen!" Mit Strafen kennt sich Maldonado in seiner Formel-1-Karriere zur Genüge aus, doch nun wurde auch Alonso von den Kommissaren aufs Korn genommen und ätzt.

"Die Formel 1 fragt sich immer, warum sie mehr und mehr Zuschauer verliert. Ich denke, dass sie bei solchen Entscheidungen besser nachdenken sollten als aktuell, denn in der WEC, in der MotoGP oder in anderen Kategorien sehe ich so etwas nicht. Sie haben viel mehr Spaß als wir", beschwert sich der Spanier über die große Regelwut in der Formel 1. Eigentlich wurden die Stewards dazu angehalten, etwas relaxter zu sein, dennoch werden noch häufig Strafen ausgesprochen.


Fotostrecke: GP Abu Dhabi, Highlights 2015

Alonso hat genug davon, dass ständig Piloten wegen irgendwelcher Dinge bestraft werden: "Sie müssen bei den Strafen konstanter werden und mehr nachdenken. Es muss einfach fair sein", fordert er. Toro-Rosso-Pilot Max Verstappen wurde in Abu Dhabi ebenfalls Opfer der Stewards und fasste für das Ignorieren von blauen Flaggen ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe auf, die nachträglich in eine Zeitstrafe von 25 Sekunden umgewandelt wurde.

Der Rookie gibt zu, dass er die blauen Flaggen gesehen hat, doch Platz machen wollte er mit Absicht nicht: "Die anderen waren zu diesem Zeitpunkt nicht nah genug hinter mir", verteidigt er sich gegen seine Strafe. Ein Problem mit den Stewards um Fahrerkommissar Derek Warwick hat er deswegen aber nicht: "So ist es nun mal. Die Stewards sind beim Thema blaue Flagge immer sehr streng", so der Niederländer.

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