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Alfa Romeo: Theo Pourchaire bekommt nur ein Freies Training

Alfa Romeo sucht nach einer Möglichkeit, Theo Pourchaire das verpflichtende Rookie-Training zu geben und will das Cockpit für 2023 erst später entscheiden

(Motorsport-Total.com) - Schafft Theo Pourchaire 2023 den Aufstieg in die Formel 1? Der Franzose galt vor der Saison als designierter Aufsteiger in die Königsklasse und sollte dort für Alfa Romeo fahren. Bislang ist es um diese Personalie aber still geblieben, zumal sich Guanyu Zhou nicht so leicht aus seinem Cockpit verdrängen lassen wird.

Theo Pourchaire

Theo Pourchaire wird 2022 noch zu seinem Formel-1-Debüt kommen Zoom

"Wir schauen uns das am Ende des Jahres an", sagt Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur gegenüber der niederländischen Edition von 'Motorsport.com'. "Als Formel-1-Team bin ich derzeit mehr auf Zhou fokussiert, und für das Team ist es aus mehreren Gründen eine sehr besondere und sehr wichtige Saison. Es ist wichtig, dass wir Punkte holen und mit Zhou eine sehr positive Dynamik entwickeln."

Pourchaire wird 2022 allerdings auch noch im Formel-1-Auto sitzen, denn die Teams sind verpflichtet, zwei Trainingssessions am Freitag an einen Rookie zu geben - für jedes Auto einen. Alfa Romeo muss allerdings nur eine Session abgeben, denn Zhou zählte beim Saisonauftakt selbst als Rookie und hat die Schuld somit abgegolten.

Valtteri Bottas wird noch einmal weichen müssen und Pourchaire ans Steuer lassen - die Frage ist nur wo. Ursprünglich hatte der Rennstall das Training in Le Castellet anvisiert, doch weil die Formel 2 Frankreich als Ersatz für Sotschi nominiert hat, nimmt man davon Abstand und stört Pourchaire nicht bei seiner normalen Arbeit.

Doch wann der Einsatz kommen wird, weiß Vasseur selbst noch nicht: Denn in Frankreich, Ungarn, Belgien, Italien und Abu Dhabi ist die Formel 2 am Start, an einem Sprintwochenende wie in Brasilien ergibt ein Einsatz keinen Sinn, "dann haben wir noch einige Events mit Reifentest, und man kann sich nicht vorstellen, die Rookie-Session nach Singapur zu geben", sagt er.


Fotostrecke: Top 10: Vergessene Freitagsfahrer der Formel 1

"Selbst Suzuka wird schwierig, auch wenn Max [Verstappen] es dort vor ein paar Jahren gemacht hat", so Vasseur. Viele Optionen bleiben dem Team daher nicht. "Aber wir werden eine Lösung finden, keine Sorge. Denn wir müssen es laut Reglement."

Vor dem Problem stehen aber auch alle anderen Teams noch. Nur Red Bull mit Jüri Vips und Williams mit Nyck de Vries in Barcelona haben bisher eine Session abgegeben. Alle anderen Teams müssen noch zweimal einen Rookie ans Steuer lassen (zur Übersicht der Freitagsfahrer 2022).

Wie es für 2023 aussehen wird, wird sich zeigen. Vasseur betont, dass auch Zhou eine faire Chance haben wird, sein Cockpit zu behalten: "Natürlich", sagt er. "Er leistet tolle Arbeit und alle sind mehr als zufrieden damit, was er tut. Für mich ist es eine komfortable Situation, mehrere Fahrer zu haben, die gute Ergebnisse abliefern."

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