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Alex Wurz stellt klar: GPDA-Statement war lange geplant

Der offene Brief der Grand-Prix-Drivers-Association war laut Präsident Alex Wurz kein Schnellschuss - Bereits seit einiger Zeit wurde an dem Statement gearbeitet

(Motorsport-Total.com) - Ein offener Brief der Formel-1-Piloten sorgte am Mittwoch für Aufsehen. Die Fahrer der Königsklasse, repräsentiert durch Jenson Button, Sebastian Vettel und Alex Wurz, prangern in diesem Schreiben kollektiv die momentanen Zustände in der Formel 1 an. Dabei geht es vor allem darum, welche Entscheidungen getroffen werden, und wie diese zustande kommen. Die Fahrervereinigung Grand-Prix-Drivers-Association (GPDA) fordert daher radikale Umstrukturierungen in der Führung des Sports.

Sebastian Vettel, Alexander Wurz, Jenson Button

Sebastian Vettel, Alex Wurz und Jenson Button repräsentieren die GPDA Zoom

Wurz, seit Oktober 2014 Präsident der GPDA, stellt nun klar, dass es sich bei diesem Brief (das Schreiben im Wortlaut) keinesfalls um einen Schnellschuss handelt. "Die Fahrer sind die echten Stars und Protagonisten in unserem Sport. Als Reaktion auf die hitzigen Diskussionen unserer Fans und innerhalb des Fahrerlagers hatten die Piloten das Gefühl, dass es für sie an der Zeit ist, kollektiv ihre Meinung zu äußern", erklärt er gegenüber 'Autosport'.

"Es war keine spontane Reaktion auf das Qualifying-Experiment", versichert Wurz und erklärt: "Dieses Statement ist wohldurchdacht und wurde von allen Piloten bereits seit einiger Zeit geplant. In Melbourne wurde beim Treffen der GPDA noch einmal darüber gesprochen." Letztendlich wurde darüber abgestimmt, ob man den Brief tatsächlich veröffentlichen will. "In diesem Fall war es ein extrem klares Ergebnis", berichtet Wurz.

"Wir sind nicht überzeugt, dass individuelle Updates der sportlichen oder technischen Regeln die Lösung sind", erklärt der Österreicher und ergänzt: "Wir glauben, dass jeder einzelne Stakeholder das Beste für den Sport will. Der Prozess, wie sie über den Sport entscheiden, scheint momentan aber nicht sehr gut zu funktionieren, wenn man es von außen betrachtet."