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Alain Prost kritisiert: Die Formel 1 ist zu kompliziert geworden

Formel-1-Legende Alain Prost glaubt, dass viele Zuschauer die Königsklasse mittlerweile nicht mehr verstehen - Er fordert mehr Anerkennung für die Piloten

(Motorsport-Total.com) - Ist die Formel 1 für die Fans zu kompliziert geworden? Der viermalige Weltmeister Alain Prost ist jedenfalls der Meinung, dass von der vielen Technik kaum etwas beim Zuschauer zuhause ankommt. Der Franzose fordert zahlreiche Veränderungen in der Königsklasse und ärgert sich vor allem darüber, dass die Leistung der Piloten heutzutage nicht mehr gewürdigt wird. Unterstützung erhält er dabei von Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.

Alain Prost

Alain Prost glaubt, dass die Fahrer wieder mehr Anerkennung bekommen sollten Zoom

"Wenn man es einfach sagen will, sind die Autos heute vielleicht doch ein bisschen zu kompliziert geworden", erklärt Prost bei 'ServusTV' und ergänzt: "Die Technologien haben sich verbessert und in diesen Autos sind ganz viele verschiedene Systeme drin. Auf der einen Seite macht es das vielleicht etwas einfacher, auf der anderen Seite geht es aber auch noch immer um die Fahrerleistung."

"Das Schwierigste ist es immer, die letzten Zehntel herauszuholen", sagt Prost und ergänzt: "Aber aus der Perspektive der Zuschauer ist es heute ein bisschen anders." Der Franzose ärgert sich vor allem darüber, dass die Piloten per Funk sehr viele detaillierte Anweisungen erhalten. Dadurch entstehe beim Zuschauer ein "falscher Eindruck darüber, worum es bei dem Sport geht."

"Beim Zuschauer entsteht ein falscher Eindruck." Alain Prost

Dass die Leistungen der Piloten heutzutage oft nicht mehr gewürdigt werden, hängt seiner Meinung nach auch mit Systemen wie der Überholhilfe DRS zusammen. "In Barcelona sieht es manchmal etwas zu einfach aus", findet Prost und erklärt: "Es entsteht ein falscher Eindruck. Die Fahrer haben noch immer eine schwierige Aufgabe, sie müssen an viele Dinge gleichzeitig denken."


Fotostrecke: Die Formel-1-Karriere des Alain Prost

"Wir müssten ein paar Dinge ändern. Vielleicht sind wir am Ende eines Zyklus angelangt. Auch von der Motorenseite bin ich enttäuscht. Nicht vom Motor selbst, denn technisch ist er fantastisch", sagt Prost und fügt hinzu: "Als Formel-1-Fan ist es einem egal, wie viel Sprit gespart wird. Man will den Lärm und einen lauten Motor. Man will in Sachen Leistung und Show die Spitze des Automobilsports."

"Das Problem ist, dass die Technik zu sehr in den Vordergrund tritt", findet auch Marko und erklärt: "In den Zeiten von Alain war der Fahrer das Entscheidende und nicht ein Motor-Management, das von einer Ingenieurscrew zur Perfektion getrieben wird. Wenn du diesen Antrieb nicht hast, dann bist du chancenlos. Ich glaube, das Publikum will keine High-Tech-Entwicklung, die man erstens gar nicht sieht und zweitens hauptsächlich auch nicht versteht. Wir wollen innerhalb der Fahrer eine Auslese haben, dass wirklich nur die allerbesten hier gewinnen können."

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