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2014: Wie viel Speed büßt die Formel 1 ein?

Wird die Formel 1 unter 2014er-Regeln tatsächlich von der GP2-Serie abgehängt? - Ex-Jordan-Konstrukteur Gary Anderson ist anderer Meinung

(Motorsport-Total.com) - Uneinigkeit in Reihen der ehemaligen Formel-1-Designer. Während der Argentinier Enrique Scalabroni (in seiner Schaffenszeit zwischen 1985 und 2002 unter anderem für Ferrari, Lotus und Williams am Werk) davon ausgeht, dass die Formel-1-Boliden der Generation 2014 langsamer sein könnten als die Boliden der Aufstiegsklasse GP2, rechnet der Nordire Gary Anderson (in seiner Schaffenszeit zwischen 1991 und 2003 für Jordan, Stewart und Jaguar am Werk) nicht mit einem solchen "Horrorszenario" für die selbsternannte Königsklasse.

V6-Turbo-Antriebsstrang von Renault

Der neue Antriebbstrang mit V6-Turbo ist nur ein Teil der neuen Regeln Zoom

Zwar geht Anderson angesichts des neuen Reglements davon aus, dass die Autos in Summe um "3,5 bis vier Sekunden pro Runde eingebremst" werden, doch diesen Nachteil würden die Teams rasch wieder ausgleichen können. Der heutige BBC-Experte rechnet gegenüber 'Sport Bild' vor: "Die neuen Aerodynamikregeln kosten 1,5 bis zwei Sekunden pro Runde. Das erhöhte Gewicht (690 statt 642 Kilogramm für Auto plus Fahrer; Anm. d. Red.) kostet weitere 1,5 Sekunden und die härteren Pirelli-Reifen noch einmal 0,5 Sekunden."

Anderson ist jedoch überzeugt, dass dieser im Vergleich zu 2013 zu erwartende Rückstand schnell wieder aufgeholt sein wird. "Die Erfahrung zeigt, dass die Entwicklungskurve zu Beginn einer neuen Ära besonders steil ist", verweist er auf zurückliegende Regeländerungen wie etwa das Verbot der Turbo-Motoren (Winter 1988/89), die Reduzierung des Hubraums der Saugmotoren von 3,5 auf drei Liter (Winter 1994/95), das Verbot der Slickreifen (Winter 1997/98) oder den Wechsel vom 3-Liter-V10 auf den 2,4-Liter-V8 (Winter 2005/2006).

Jedes Mal gelang es den Ingenieuren, binnen kürzester Zeit die Autos wieder auf ähnliche Rundenzeiten zu bringen wie sie unter dem jeweils vorhergehenden Reglement erzielt wurden. So beruhigt "Orakel" Anderson im Hinblick auf 2014 Fahrer und Fans gleichermaßen: "Die Autos werden bald wieder so schnell sein wie früher."

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