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Timo Scheider holte vierte Saison-Pole

Timo Scheider macht einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Meisterschaft - Paul di Resta und Bruno Spengler Zweiter und Dritter

(Motorsport-Total.com) - Audi-Pilot Timo Scheider hat es mal wieder geschafft und holte sich die vierte Pole-Position der Saison. Mit einer Zeit von 42,084 Sekunden war er im Qualifying von Brands Hatch 0,090 Sekunden schneller als Paul di Resta (Mercedes) auf Rang zwei. Platz drei holte sich Bruno Spengler (ebenfalls Mercedes). Audi-Pilot Martin Tomczyk gelang der Sprung auf den vierten Platz. Erst auf Rang fünf tauchte Scheiders direkter Verfolger, Mercedes-Mann Jamie Green auf. Mattias Ekström kam sogar nur auf Position sieben, hinter dem starken Audi-Jahreswagenpiloten Oliver Jarvis. Gary Paffett wurde trotz eines Ausrittes mit dem 2007er-Mercedes Achter.

Timo Scheider in Brands Hatch

Diesen Ausblick wünscht Timo Scheider morgen seinen Konkurrenten.

Nach dem kuriosen Qualifying auf dem Nürburgring sorgte auch das Zeittraining in Brands Hatch für reichlich Wirbel und Spannung. Eine Hauptrolle fiel dabei der Druids-Kurve zu, in der sich gleich drei Fahrzeuge versenken und damit Hektik im Fahrerfeld hervorriefen.#w1#

Paffett sorgt für Abbruch in Q1

Schon nach drei Minuten musste der erste Qualifyingteil abgebrochen werden. Gary Paffett war in der Druids-Kurve abgeflogen und in die Reifenstapel geknallt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten nur fünf Fahrer eine gezeitete Runde hingelegt. Maro Engel, Katherine Legge, Ralf Schumacher, Susie Stoddart und eben Gary Paffett waren früh rausgefahren.

Die Rennleitung entschied sich dann, alle Fahrer für das Qualifying zwei zuzulassen. Dessen Dauer wurde auf 21:02 Minuten festgelegt. Dadurch entstand keinem der Fahrer ein Nachteil durch den Ausritt des Briten. Der wurde von den Streckenposten auf die Strecke zurückgestellt und fuhr aus eigener Kraft in die Box. Dort begann sofort das hektische, aber erfolgreiche Treiben der Mechaniker.

Druids sorgt für Spannung

Die Druids-Kurve schien die Fahrer magisch anzuziehen: Kaum wurde das zweite Qualifying gestartet, versenkte Katherine Legge ihren Audi im Kies. Dieses Mal entschied die Rennleitung, nur gelb schwenken zu lassen. Doch alle Fahrer blieben in der Box, da schnelle Runden jetzt eh nicht gestattet waren. Am Ende blieben den Piloten noch rund 16 Minuten für die Zeitenjagd. Doch der nächste Ausritt in Person von Alexandre Prémat ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt standen nur noch knapp elf Minuten auf der Uhr.

Durch die Unterbrechungen wurde es voll auf dem eh schon kurzen Kurs. Es gab Fahrer, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf der Strecke waren. Ein harter Kampf um die Top 8 entbrannte und wurde bis zur letzten Sekunde ausgefochten. Daran nahmen auch Paffett und Prémat teil, die vorher ausgeritten waren.

Zwei Jahreswagen sorgen für Überraschung

Schnellster im zweiten Qualifyingteil war Jamie Green, vor Mattias Ekström und Timo Scheider. Sehr gut lief es auch für Bruno Spengler, der Vierter war. Die Tests hatten noch nicht so rosig für ihn ausgesehen. Auch Paul Di Resta und Martin Tomczyk schafften es in die Top acht. Erstaunlicher Weise gelang dies auch zwei britischen Jahreswagen-Piloten. Oliver Jarvis wurde Siebter vor Gary Paffett, dem der Ausritt anscheinend nicht geschadet hat.

Um nur 0,009 Sekunden verpasste Bernd Schneider den Sprung ins dritte Qualifying. Der Mercedes-Routinier steht morgen auf Rang neun. Die Plätze zehn und elf gingen an die Rosberg-Piloten Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock. Überraschend rausgeflogen war auch Tom Kristensen (Audi). Der Däne war immer wieder mit den Rädern in den Dreck geraten.

Eine tolle Leistung zeigte Christijan Albers, der im zwei Jahre alten Audi 13. wurde. Maro Engel, Alexandre Prémat und Mathias Lauda folgten auf den Plätzen. Nicht gut lief es auch für Ralf Schumacher, der nur auf den 17. Rang kam. Den Abschluss bilden die beiden Damen Stoddart und Legge, die nach ihrem Ausritt nicht weiterfuhr.

Q1 endet unspektakulär

In England kam es nicht zu dem gewohnten Fight bis zur letzten Zielüberquerung. Scheider konnte sogar noch seine letzte Runde auf der Strecke in langsamer Fahrt genießen. Seine Konkurrenten standen zu diesem Zeitpunkt schon in der Box und hatten aufgegeben. Aber zumindest für die beiden Jahreswagen-Piloten kam Reifen sparen nicht in Frage - sie veruschten die 2008er Boliden anzugreifen.

Für Scheider ist dies ein optimaler Qualifyingausgang. Green und Ekström stehen relativ weit weg und Di Resta ist im Titelkampf nur eine kleinere Gefahr für den Deutschen. Auch bei Audi dürften jetzt die ersten Überlegungen auftauchen, ob man sich voll auf Scheider konzentriert. Damit wird dem morgigen Start wieder hohe Bedeutung zufallen. Bleibt Scheider vorne und Ekström kann keine Plätze gutmachen, müsste die Strategie klar sein.

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