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"Sind nicht Meister": Warum Preining auf die Startnummer 1 verzichtet

DTM-Meister Thomas Preining wird wie 2023 mit der Nummer 91 in die DTM-Saison gehen: Was die Überlegung dahinter ist und wieso er lieber DTM als LMDh fährt

(Motorsport-Total.com) - DTM-Champion Thomas Preining geht 2024 nicht mit der Startnummer 1, sondern wie im Vorjahr mit der Nummer 91 in das Jahr der Titelverteidigung. Aber warum hat sich der 25-jährige Österreicher die Chance entgehen lassen, seinen "Grello" dieses Jahr mit der Meisternummer zu schmücken?

Titel-Bild zur News: Thomas Preining

Auch im Jahr der Titelverteidigung prangt auf Preinings Porsche die Nummer 91 Zoom

"Ich habe schon in Hockenheim gesagt: Jetzt sind wir zwei Monate lang Meister - und dann sind wir nichts", erklärt Preining im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Das ist unsere Denkweise. Die Nummer 1 müssen wir uns jetzt wieder verdienen und mindestens genau so hart arbeiten wie letztes Jahr - mit dem gleichen Fokus. Darum fahren wir dieses Jahr auch mit der Nummer 91 und nicht mit der Nummer 1."

Preining gibt aber zu, dass es intern bei Manthey EMA über das Thema Diskussionen gab und der Reiz groß war, mit der Meisternummer zu fahren.

"Einige bei uns wären gerne mit der Nummer 1 gefahren"

"Es hat sicher einige bei uns gegeben, die gerne mit der Nummer 1 gefahren wären", sagt der Manthey-EMA-Pilot. "Das darf nicht jeder - und das ist was Besonderes. Du weißt auch nie, wie oft du die Gelegenheit hast, mit der Nummer 1 zu fahren, aber für mich war das von Anfang an klar."

Abgesehen davon identifiziere er sich mit seiner Startnummer 91 - eine Anspielung auf die klassische Porsche-Modelllinie 911. "Und es ist für den ganzen Teamspirit gut, wenn wir mit der 91 fahren, denn der Gedanke muss sein, dass wir nicht Meister sind", betont Preining, der voll motiviert ist, seinen Titel zu verteidigen.

Warum Preining aktuell lieber DTM als LMDh fährt

Apropos - laut dem Porsche-Werksfahrer war es seine freie Entscheidung, 2024 erneut in der DTM anzugreifen anstatt den Fokus zum Beispiel auf das reizvolle Prototypen-Werksprojekt von Porsche mit dem LMDh-Boliden zu legen, den er bereits dreimal testen durfte.

"Aktuell ist der Fokus voll auf der DTM - und das war auch mein Wunsch", erklärt Preining. "Da muss ich mich bei Porsche bedanken: Sie haben mir freie Wahl gelassen, und ich habe mich für die DTM entschieden, weil es mir extrem Spaß macht, weil ich mich dort wohlfühle, weil ich mit dem Team sehr gut zusammenarbeite und den Titel verteidigen will."


Fotostrecke: Manthey EMA zeigt DTM-Designs: "Grello" und "Greeno" für Saison 2024

Abgesehen davon mache ihm das Sprintformat Spaß. "Da kommt es auf das Qualifying an, da geht es um den Zweikampf - Rad an Rad das ganze Rennen. Das finde ich einfach geil. Und es gibt aktuell für mich in dieser Saison nichts, was über dem steht. Es ist mein ganz großes Ziel für 2024, den Titel zu verteidigen. Beziehungsweise ihn noch einmal zu gewinnen."