"Konnte kein Team führen": Was Thomas Preining von Timo Bernhard lernte

DTM-Champion Thomas Preining fuhr zwei Jahre für das Team von Timo Bernhard, bevor er mit Manthey EMA den Titel holte: Was er von Porsches Legende gelernt hat

(Motorsport-Total.com) - Den DTM-Titel 2023 holte Thomas Preining im "Grello" von Manthey EMA, doch die Erfahrung in einem Porsche 911 GT3 R sammelte der Österreicher in den beiden Jahren zuvor im Team von Timo Bernhard. Der 25-Jährige aus Linz hat dem ehemaligen Porsche-Werksfahrer, dessen Team 2024 in der DTM nicht mehr an den Start gehen wird, einiges zu verdanken.

Titel-Bild zur News: Thomas Preining, Timo Bernhard

Thomas Preining hat von Timo Bernhard eine Menge gelernt Zoom

"Fahrtechnisch habe ich nicht viel von ihm gelernt, weil ich nie mit ihm oder gegen ihn gefahren bin", stellt Preining gegenüber Motorsport-Total.com klar. "Am meisten habe ich von ihm im Umgang mit Menschen gelernt - mit den Ingenieuren, mit den Mechanikern. Er ist schon lange dabei. Er weiß genau, wie man die Leute motiviert, damit sie für dich oder für das Team alles geben."

Preining startete 2021 noch für Bernhard im ADAC GT-Masters, eher er 2022 mit dem Team in die DTM aufstieg und nach einem schwierigen Beginn auf dem Norisring Geschichte schrieb und den ersten Porsche-Sieg in der DTM einfuhr. In die Rolle des Teamsleaders musste Preining aber erst hineinwachsen.

Plötzlich auf sich allein gestellt

Als er im Alter von 22 Jahren beim Bernhard-Rennstall landete, mangelte es ihm an Erfahrung, gibt Preining zu. "Da konnte ich natürlich kein Team führen und auch keine Führungsrolle im Team übernehmen, weil ich nicht wusste wie", erklärt Preining.

"Im GT-Masters ist das auch nicht so wichtig, weil man zwei Fahrer hat", nennt Preining einen weiteren Aspekt, warum 2022 in der DTM eine Umstellung nötig war. "Es war ganz wichtig, dass ich im Laufe der Saison ein bisschen in die Situation hineingewachsen bin. Und da habe ich viel von Timo gelernt." Das Zünglein an der Waage? "Es ist einfach der Umgang mit anderen Menschen."


Fotostrecke: Thomas Preinings Karriere: Mit Rockys Hilfe zum DTM-Champion

"Es ist nicht so, dass ich vorher keinen Respekt vor ihnen hatte oder so. Du verbringst einfach deine Zeit mit ihnen, auch wenn du nichts Wichtiges zu sagen hast. Du setzt dich mit ihnen zusammen und zeigst ihnen, dass sie dir wichtig sind. Und dass man gemeinsam nach vorne kommen will. Ich habe mir von Timo sicher auch einiges abgeschaut, was akribisches Arbeiten angeht, denn da ist er sehr zielorientiert - und nicht umsonst ist er eine Legende im Motorsport."

Durchbruch in der DTM

Der Schritt in die DTM sei Preining nicht leicht gefallen, denn dort müsse ein Fahrer "von Anfang an eine Richtung vorgeben" und dem Team zeigen, was er vom Auto will. "Und dann passen wir es an. Aber eine gewisse Basis oder Grundrichtung muss da sein, sonst dreht man sich immer im Kreis und es wird nie besser."

In seiner ersten ADAC-GT-Masters-Saison kam Preining noch nicht richtig in Fahrt. Zwar fuhr er zweimal auf das Podium, musste sich aber wegen zu vieler Ausfälle mit Rang 13 begnügen. Als er dann in der DTM auf sich allein gestellt war, lief es deutlich besser. Im Team Bernhard holte Preining nach der Norisring-Sternstunde beim Heimspiel in Spielberg einen weiteren Sieg. Das Ergebnis war ein starker fünfter Platz in der Gesamtwertung.

2023 wechselte Preining zu Manthey EMA - und wieder gelang der erste Saisonsieg auf dem Norisring. Zwei weitere Siege beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring machten ihn dann zum DTM-Champion 2023.

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