Diese sechs DTM-Piloten starten 2024 bei den 24 Stunden von Le Mans

Sechs DTM-Fahrer und ein Team starten bei den legendären 24 Stunden von Le Mans 2024 - So gut stehen die Chancen der Piloten in Frankreich

(Motorsport-Total.com) - Die 24 Stunden von Le Mans gehören zu den Kronjuwelen des weltweiten Motorsports und ein Großteil der aktiven Fahrer träumt davon, den Langstrecken-Klassiker an der Sarthe einmal zu bestreiten. Gleich sechs DTM-Piloten werden 2024 in Le Mans an den Start gehen, auch ein DTM-Team ist dabei. Doch wie stehen die Chancen für die DTM-Piloten in Frankreich?

Titel-Bild zur News: Marco Wittmann, Rene Rast, Sheldon van der Linde

Das sind nur drei von sechs DTM-Fahrern in Le Mans Zoom

Marko Wittmann hat in Zandvoort im Schubert-BMW seinen ersten DTM-Saisonsieg eingefahren und will diesen Schwung mit nach Le Mans nehmen. Allerdings muss sich der Deutsche umstellen, denn er wird bei den 24 Stunden den LMDh-Boliden von BMW pilotieren. Das Fahrzeug basiert auf einem Dallara-Chassis und startet nicht nur in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), sondern auch in der amerikanischen IMSA-Serie.

Der BMW M Hybrid V8 wurde spät entwickelt, weshalb die Marke zunächst einen Entwicklungsrückstand aufholen musste. Das ist mittlerweile gut gelungen, weshalb Wittmann im Auto mit der Startnummer 15, das er sich mit Dries Vanthoor und Raffaele Marciello teilt, für eine Überraschung sorgen könnte.

Von Konkurrenten zu Teamkollegen werden Sheldon van der Linde und Rene Rast, die im zweiten BMW-Hypercar mit der Startnummer 20 zum Einsatz kommen. Die beiden BMW-Piloten sind in der DTM-Saison 2024 noch sieglos und liegen in der Gesamtwertung nur durch zwei Punkte getrennt auf den Plätzen acht und neun. Van der Linde fiebert seinem Start in Le Mans entgegen.

Sheldon van der Linde will Spaß haben

"Ich schaue jetzt von Rennen zu Rennen und versuche, die Rennen mehr zu genießen als in den vergangenen Jahren", sagt van der Linde, der als Tabellenführer der DTM mit breiter Brust nach Le Mans reist. "Ich hatte viel Pech und habe nicht so viel Spaß gehabt. Es ist schön, wieder oben zu stehen, das gilt auch für Marko, der eine ähnliche Phase hinter sich hat. Ich genieße es einfach und nach Le Mans werden wir drei Wochen Urlaub machen."

"Es war viel Arbeit bis dahin, der Körper ist müde", fährt van der Linde fort, der auch in der Formel E an den Start geht. "Das ist viel Druck, aber in Le Mans wollen wir einfach nur Spaß haben. Wir haben keine Erwartungen, denn es ist erst der Anfang dieses Projekts. Danach machen wir den Urlaub, den wir uns verdient haben."

Mit Mirko Bortolotti muss ein weiterer Fahrer den Umstieg vom GT3-Auto auf ein Hypercar meistern, denn der Italiener wird als Lamborghini-Werksfahrer in einem der beiden SC63-Hypercars sitzen. Bortolotti teilt sich den Wagen mit Daniil Kwjat und Edoardo Mortara. Der Lamborghini hat erst 2024 das Licht der Welt erblickt und befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Beim IMSA-Rennen in Sebring wurde das Auto bereits über 12 Stunden auf Herz und Nieren getestet.

Geheimfavoriten und GT3-Fahrer


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Jack Aitken gehört zu den Geheimfavoriten unter den Hypercar-Piloten, denn der Brite hat bereits viel Prototypen-Erfahrung in der IMSA gesammelt. In Le Mans startet er für Action Express im Cadillac. Genau dieses Auto fährt er auch regelmäßig in den USA. Das Dallara-Chassis ist schnell, auf einem guten Entwicklungsstand und hat schon einige Langstreckenklassiker wie Daytona und Le Mans bestritten, weshalb Aitken mit Luis Felipe Derani und Felipe Drugovich durchaus Chancen hat.

Das Geschwisterpaar ist unzertrennlich, denn neben Sheldon startet auch Kelvin van der Linde bei den 24 Stunden von Le Mans. Der Zwillingsbruder des BMW-Piloten muss sich allerdings nicht zu sehr umstellen, denn er startet in der GT3-Klasse mit einem Lexus,a lso nicht mit einem Audi. Das Fahrzeug teilt er sich mit Timur Boguslavskiy und Arnold Robin. Der Lexus GT3 ist in der IMSA-Serie sehr erfolgreich und kann, wenn die Balance of Performance stimmt, auch in Le Mans ganz vorne mitmischen.

Jetzt fehlt nur noch ein komplettes Team, das sowohl in der DTM als auch in der WEC - und damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans - an den Start geht: Manthey-EMA mit seinen Porsches. Richard Lietz, Morris Schuring und Yasser Shahin starten im Porsche mit der Startnummer 91, der zweite Porsche mit der 92 wird von Klaus Bachler, Alex Malykhin und Joel Sturm pilotiert. Porsche-Power pur also, auch mit Fahrern, die im Porsche-Carrera-Cup zu Hause sind.

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