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Tatsächlicher Verbrauch: Range Rover Evoque D180 AWD (2020) im Test

Bei unserem neuesten Verbrauchstest haben wir uns mit dem Range Rover Evoque D180 AWD beschäftigt: Wie viel Sprit braucht er im normalen Straßenverkehr?

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Bei großen, leistungsstarken und technisch hochmodernen SUVs mit Allradantrieb und Automatik stellen wir immer wieder fest, dass der Verbrauch höher ist als bei Limousinen und Kombis der gleichen Klasse. Diese Regel, die durch Aerodynamik, Gewicht und die Radgröße zustande kommt, trifft auch auf den neuen Range Rover Evoque zu.

In diese Ausgabe unseres Verbrauchstests haben wir uns mit dem Evoque D180 AWD Automatik beschäftigt. Der Dieselmotor mit Mildhybrid-System brauchte 5,9 Liter/100 km, was zu Kraftstoffkosten von 7,49 Euro/100 km führt: keine besonders brillante Leistung.

In unserem Ranking der Testverbräuche positioniert sich der Evoque mit 180-PS-Diesel im unteren Bereich der großen SUVs mit Allradantrieb. Mit den 5,9 Liter brauchte der Wagen sogar ein wenig mehr als ein Dieselriese wie der BMW X7 M50d, der 5,85 Liter brauchte und etwas mehr als der Audi Q5 3.0 TDI quattro Tiptronic mit seinen 5,50 Liter.

Besser als der Evoque waren auch der Volvo XC40 D4 Geartronic AWD (5,25 Liter), der Audi Q3 40 TDI four S tronic (5,10 Liter) und der Verbrauchskönig des Segments, der BMW X2 xDrive 25d mit 4,30 Liter.

Die geringe Sparsamkeit des neuen Range Rover Evoque erweist sich auch in den verschiedenen Fahrsituationen, angefangen beim starken Verkehr in Rom mit 11,5 Liter/100 km. In der gemischten städtischen/außerstädtischen Nutzung sinkt die Zahl auf ein angemesseneres Niveau von 7,5 Liter/100 km, der gleiche Wert ergibt sich auf der Autobahn.

Mehr zur zweiten Generation des Evoque:

Range Rover Evoque (2019): Nun sind auch die Preise bekannt (Update)
Neuer Range Rover Evoque: Die Enthüllung (Livestream)

Als Extremwerte haben wir 4,3 Liter/100 km (bei sehr sparsamer Fahrweise mit konstanter Geschwindigkeit) und 31,4 Liter/100 km (bergauf mit viel Gas) ermittelt. Am Ende unseres 800-Kilometer-Tests zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 6,7 Liter/100 km an.

Fahrzeug: Range Rover Evoque D180 AWD Automatik
Testdatum: 13. Spetember 2019
Wetter: heiter, 34 Grad
Insgesamt gefahren: 851 km
Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forli: 80 km/h
Reifen: Pirelli Scorpion Zero All Season - 245/45 R21

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 5,8 l/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 6,0 l/100 km
Mittel aus diesen Zahlen: 5,90 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,27 Euro/Liter (Diesel)
Kraftstoffkosten: 7,49 Euro/100 km

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, nennt er Ihnen wahrscheinlich einen Wert, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht hat er den Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder er hat seine Tankrechnungen aufbewahrt und sich daraus einen Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch.

Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forli (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend.

Die Teststrecke Rom-Forli ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Bildergalerie Range Rover Evoque 2020 (154 Fotos) bei Motor1.com Deutschland!

Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.

Die Kosten berechnen wir jedoch anhand der deutschen Preise (Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung). Bei Elektroautos verwenden wir den Bordcomputer-Verbrauch und den durchschnittlichen Strompreis von deutschen Haushalten, wie von www.stromauskunft.de angegeben. Bei Erdgas- und Autogas-Fahrzeugen wird der Durchschnittspreis von www.gas-tankstellen.de in Anschlag gebracht.

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