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Tatsächlicher Verbrauch: Peugeot 208 (2019) PureTech 130 im Test

Wir haben den neuen Peugeot 208 in der Version mit 130-PS-Turbobenziner getestet und herausgefunden, wie viel Sprit er im realen Straßenverkehr verbraucht

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Autos bringt immer neue Fahrerassistenzsysteme, besseres Infotainment, mehr Sicherheit und Komfort. Nur beim Kraftstoffverbrauch gibt es nicht immer einen deutlichen Fortschritt. Wie steht es da mit dem neuen Peugeot 208?

Das zeigt diese Ausgabe unseres wöchentlichen Verbrauchstests. Getestet haben wir den Kleinwagen mit dem 130 PS starken Turbobenziner. Das Ergebnis war ein Verbrauch von 4,55 Liter/100 km. Das entspricht Kosten von 6,28 Euro/100 km (bei deutschen Spritpreisen).

Mit dem nun ermittelten Verbrauchswert verbessert sich die neue Generation des Cityflitzers nicht gegenüber dem Vorgänger. Der alte 208 mit dem gleichen 1,2-Liter-Motor und 110 PS brauchte in unserem Test vor einigen Jahren 4,45 Liter/100 km.

Durchschnittsverbrauch von 4,55 Liter

Als Absolutwert ist der Durchschnittsverbrauch von 4,55 Liter ein wirklich gutes Ergebnis. In unserem Gesamtranking positioniert sich der Wagen bei den Benzinern im mittleren Bereich. Beim Vergleich mit anderen Kleinwagen ist zu bedenken, dass der Peugeot 208 PureTech 130 mit Automatik der leistungsstärkste Benzin-Kleinwagen, den wir bisher auf der Strecke Rom-Forli getestet haben.

Zu erwähnen ist auch, dass wir den Testwagen Auto mit einem Tachostand von nur 215 Kilometer bekamen. Ein höherer Kraftstoffverbrauch haben wir bisher aber nur beim Ford Ka+ Active 1.2 mit 85 PS (4,85 Liter) und dem Fiat Panda 1.2 (5,00 Liter) gemessen.

Link zur Bildergalerie Peugeot 208 (2019) mit 134 Fotos bei Motor1.com Deutschland

Besser als unser neuer 208 schnitten ab: der Audi A1 Sportback 30 TFSI S tronic (4,35 Liter), der Ford Fiesta 1.0 Ecoboost mit 100 PS (4,00 Liter) und der Renault Clio TCe 100 (3,70 Liter). Dabei haben wir hier nur mit Modellen verglichen, die eine ähnlich hohe Leistung haben wie der 208 Puretech 130.

Ähnlich wie auf der Strecke Rom-Forli schneidet der Peugeot 208 PureTech 130 EAT8 in den anderen Disziplinen unseres Verbrauchstests ab. Im Zentrum Roms kamen wir nicht unter 9,6 Liter, bei Autobahn-Fahrten verringert sich der Verbrauch auf 6,5 Liter und im gemischten Stadt- und Außerortsbetrieb pendelt er sich bei 7,0 Liter ein.

Fehlen noch die Ergebnisse unserer Tests zum Minimal- und Maximalverbrauch. Bei extrem sparsamer Fahrt kamen wir auf 4,2 Liter/100 km, bei sportlicher Fahrt bergauf waren es 30 Liter/100 km. Am Ende der insgesamt 800 Kilometer umfassenden Testfahrten zeigte der Bordcomputer einen Verbrauch von 5,9 Liter/100 km.

Fahrzeug: Peugeot 208 PureTech 130 Automatik
Testdatum: 29. November 2019
Wetter: neblig, 19 Grad
Insgesamt gefahren: 853 km
Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forli: 80 km/h
Reifen: Michelin Primacy 4 S1 - 205/45 R17

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 4,6 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelter Verbrauch: 4,5 Liter/100 km
Mittel aus diesen Zahlen: 4,55 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,38 Euro/Liter (Super E10)
Kraftstoffkosten: 6,28 Euro/100 km

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, nennt er Ihnen wahrscheinlich einen Wert, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht hat er den Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder er hat seine Tankrechnungen aufbewahrt und sich daraus einen Verbrauch errechnet. Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch.

Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forli (in der Emilia-Romagna). Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend.

Ein normaler Test des 208 und ein Segmentüberblick:

Peugeot 208 II (2019) im Test: Der Neue als Benziner, Diesel, Elektroauto
Kleinwagen 2019: Die City-Flitzer des B-Segments

Die Teststrecke Rom-Forli ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr. Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h.

Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Die Kosten berechnen wir jedoch anhand der deutschen Preise (Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

Bei Elektroautos verwenden wir den Bordcomputer-Verbrauch und einen durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent pro kWh, der im vom Bundeswirtschaftsministerium angegebenen Bereich liegt. Bei Erdgas- und Autogas-Fahrzeugen wird der Durchschnittspreis von www.gas-tankstellen.de in Anschlag gebracht.

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