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  • 14.11.2016 18:55

Subaru Levorg 1.6 Test 2016: Ehrgeiziger Boxer in guter Form

Der Subaru Levorg präsentiert sich als angenehmer, schneller Vier- bis Fünfsitzer mit solidem Design, einem Ambiente von gestrigem Charme und eigenwilligen Akzenten

(Motorsport-Total.com/Auto-Medienportal) - Der hat Ehrgeiz - der Subaru Levorg. Daran lassen das opulent gestaltete Gesicht und erst recht die von Muscle-Cars bekannte große Hutze auf der Motorhaube keinen Zweifel. Dicke Seitenspoiler, Heckspoiler, Diffusor, die beiden dicken, runden Endrohre der Auspuffanlage und auch die Dachantenne in Form und Größe einer Flugzeugfinne zeigen, wie sich Subaru einen sportlichen Kombi vorstellt - als eine dramatisierte Kombination vom braven Subaru Impreza und dem Renner Subaru WRX STI mit einem Kombiheck.

Ein bisschen zusammengestoppelt wirkt der Levorg mit seinen Anbauten und den langen Überhängen über Subarus Standard-Radstand von 2,65 m. Aber ungewöhnliche Proportionen haben keinen Einfluss auf die Sicherheit. Euro NCAP hat den Levorg gerade für gute aktive und passive Sicherheit sowie guten Fußgängerschutz die Höchstwertung fünf Sterne zugedsprochen.

Die europäische Verbraucherorganisation honoriert dabei auch Systeme wie das "Eyesight" von Subaru, das verschiedene Assistenten kombiniert. Ein zentraler Bestandteil ist das Notbremssystem mit Kollisionswarner, das Fußgänger, Fahrradfahrer und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer erkennt und selbstständig eine Notbremsung einleitet, wenn der Fahrer nicht reagiert. So lassen sich Unfälle bis zu einem Geschwindigkeitsunterschied von 50 km/h vermeiden oder zumindest Unfallfolgen minimieren.

Bei der Innenraumgestaltung setzte sich der Impreza durch

Beim Levorg kommt nun erstmals auch der aktive Spurhalteassistent dazu. Das ebenfalls im Serienumfang enthaltene System schlägt auch Alarm, wenn der Fahrer über einen längeren Zeitraum Schlangenlinien fährt. Abgerundet wird das "Eyesight"-System von einer adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. Darüber hinaus sind ein Fernlichtassistent und ein radargestützter Totwinkel- und Querverkehrassistent an Bord.


Fotos: Subaru Levorg


Bei der Innenraumgestaltung setzte sich der Impreza durch. Bei dem haben sich seine Designer schon um eine zusammenhängende Gestaltung von der einen bis zu anderen B-Säule bemüht, sind aber noch nicht ganz ans Ziel gekommen. Es gibt drei Beobachtungsebenen: die - übrigens gut gestalteten und sehr gut ablesbaren - Rundinstrument im Blickfeld des Fahrers, oben auf der Mitte der Armaturentafel kleine Displays unter einer aufgesetzten Hutze (vorwiegend für Bordcomputerdaten) und in der Mittelkonsole ein Touchscreen fürs Infotainment.

Den Beinamen "Sport" verdient sich der Levorg im Innenraum mit Alupedalerie, Kontrastnähten an den Lederpolstern, dem dicken Multifunktions-Lederlenkrad und Ziereinlagen in Metallgeflecht-Optik, nicht aber mit den recht kleinen Sitzen ohne übermäßigen Seitenhalt.

Subarus Allrad-Antrieb ist der Symmetrie-König

Um den Beinamen "Sport" bemüht sich im diesem Levorg außerdem ein Vierzylinder mit 125 kW (170 PS) und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern - selbstverständlich ein Boxermotor, wie es sich für einen Subaru gehört. Auch der Rest des Antriebstrangs hält sich streng an die Regeln des japanischen Herstellers. Der Boxer mit seinem niedrigen Schwerpunkt gibt seine Kraft direkt an die Antriebswelle, quasi die Verlängerung seiner Kurbelwelle. Von der streng an der Fahrzeugmitte ausgerichteten Welle führen vier gleich lange Wellen an die Räder. Kein anderer Allradantrieb kann für sich eine gleich große Symmetrie reklamieren.

1,6-Liter-Boxermotor des Subaru Levorg

1,6-Liter-Boxermotor des Subaru Levorg Zoom

Auf der Straße erweckt die Kombination von Antrieb und Motor den Eindruck, viel schneller zur Sache zu kommen als der Wert von 8,9 Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h erwarten lässt. Dazu trägt auch das stufenlose Getriebe bei, das auch schon nach leichtesten Bewegungen des Gaspedals schnell Leistung und Drehmoment vom Motor abfordert und an den permanenten Allradantrieb weiterreicht. Beim Levorg sind die scheinbaren Schaltsprünge des stufenlosen Getriebes vergleichsweise passend, sodass das sonst bei diesen Getrieben übliche Vorstoßen bis in hohe Drehzahlen weniger stört.

Der Motor hält sich beim Beschleunigen meist im Drehzahlbereich des maximalen Drehmoments auf, wird also nicht übertrieben laut. Auch die aerodynamisch entstehenden Geräusche bleiben niedriger als es die Kanten und Anbauten an der Karosse vermuten lassen. Zum recht niedrigen Geräuschniveau passt auch die für einen Sportler eher komfortabel ausgelegte Federung.

Eher niedrige Zuladung von rund 400 kg

Der Subaru Levorg präsentiert sich seinen Insassen so als angenehmer, schneller Vier- bis Fünfsitzer mit der für einen Kombi üblichen Flexibilität, allerdings mit einer an seiner Größe und dem maximal möglichen Ladevolumen von 1.446 Litern eher niedriger Zuladung von rund 400 kg. Er bietet mit seinem soliden Design ein Ambiente von gestrigem Charme in einem Blechkleid mit eigenwilligen Akzenten und gleichzeitig gutem Fahrverhalten zu akzeptablem Preis. Das wird den Freunden der Marke gefallen.

Daten Subaru Levorg 1.6 GT Sport Lineartronic

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,69 x 1,78 x 1,49
Radstand (m): 2,65
Bodenfreiheit: 135 mm
Böschungswinkel: vorn 14,8 Grad, hinten 17,5 Grad
Motor / Antrieb: Vier-Zylinder-Boxer / permanenter Allradantrieb
Leistung: 125 kW (170 PS) von 4.800 - 5.600 U/min
Max. Drehmoment: 250 Nm von 1.800 - 4.800 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,9 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 7,1 Liter
CO2-Emissionen: 164 g/km (Euro 6)
Leergewicht / Zuladung: min. 1.582 / max. 438 kg
Kofferraumvolumen: 522 Liter bis 1.446 Liter
Wendekreis: 11,8 m
Räder / Reifen: 7,5 J x 18 / 225/45 R 18 91W
Preis: 36.450 Euro

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