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  • 12.08.2022 · 15:56

  • von Stefan Leichsenring

Kia EV9: Serienversion des großen Elektro-SUVs als Erlkönig

Das Fünf-Meter-SUV von Kia startet nächstes Jahr - Erlkönigbilder zeigen, dass viel von der Optik der Designstudie in die Serie einfließt

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der EV6 ist seit Herbst 2021 auf dem Markt; als einiges anderes E-GMP-Modell von Kia ist bisher der EV9 bekannt. Das große Elektro-SUV wurde im November als Studie vorgestellt, nun wurde es im deutschen Straßenverkehr gesichtet.

Kia EV9 als Erlkönig auf deutschen Straßen

Kia EV9 als Erlkönig auf deutschen Straßen Zoom

Der Erlkönig hat eine Bicolorlackierung mit silbernem Dach, schwarzen Dachsäulen und einer silbernen Karosserie darunter. Statt der Außenkameras der Studie trägt er konventionelle Außenspiegel, aber vermutlich wird man in der Serie die Wahl zwischen beidem haben - die Kameratechnik ist da, denn es gibt sie schon im Hyundai Ioniq 5 und im Genesis GV60.

Außerdem sind die Griffe der Fondtüren an der üblichen Position - die Selbstmördertüren der Studie schaffen es also nicht in die Serie. Das gleiche gilt für die B-Säule, die in der Serie schon aus Sicherheitsgründen nicht weggelassen werden kann. Die schwarzen Felgen haben interessante U-förmige Speichen.

Großteil des Studiendesigns in die Serie übernommen

Natürlich ist der Wagen noch stark getarnt, aber man kann erkennen, dass ein Großteil des Studiendesigns in die Serie übernommen wird. Die Radausschnitte scheinen ebenfalls eckig zu sein, was aber nur an der Vorderrädern erkennbar ist. Gut erkennbar sind die vertikalen Lichter vorne - vermutlich das Tagfahrlicht.


Fotostrecke: Kia EV9: Serienversion des großen Elektro-SUVs als Erlkönig

Der Scheinwerfer dürfte von dort aus zur Mitte hin angeordnet sein. Aber vermutlich wird es sich um einen normalen Scheinwerfer handeln - ohne die ominöse Pixeltechnik der Studie, die den Scheinwerfer im ausgeschalteten Zustand optisch verschwinden lässt.

Das Heck ist noch stark verbaut. Ob das interessante, dreieckige Seitenfenster zwischen C- und D-Säule bleibt, ist deswegen nicht zu sehen. Doch natürlich sind die Rücklichter ausgespart. Die drei Ausschnitte an der Tarnung legen nahe, dass die Serienversion ähnliche Y-förmige Rückleuchten hat wie die Studie:

Maße und Kastenform sorgen für schlechte Aerodynamik

Die Studie war 4,93 Meter lang und stolze 1,79 Meter hoch. Damit ist das SUV etwa so lang wie ein Audi e-tron, aber über 15 Zentimeter höher. Die Maße und die Kastenform sind gut für Kofferraum und Kopffreiheit, aber schlecht für die Aerodynamik. Die große Stirnfläche und die senkrechten Frontbleche dürften die Reichweite deutlich verringern.

Wenn die bekannte 77-kWh-Batterie eingesetzt wird, ist also deutlich weniger zu erwarten als die 528 km Maximalreichweite des EV6. Wegen des größeren Radstands von 3,10 Meter - der EV6 liegt bei 2,90 Meter, der Ioniq 5 bei 3,00 Meter - wäre eine voluminösere Batterie denkbar. Vielleicht hat der Konzern aber auch an Antriebseffizienz oder Batteriechemie gedreht, denn bei der Europapremiere war von 540 km die Rede.

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Auf den Markt kommt der EV9 im Jahr 2023, wie Kia bereits offiziell angekündigt hat. Welche Antriebe eingebaut werden, wissen wir nicht, aber die Topversion soll in 5 Sekunden auf 100 sprinten. Das hört sich nach einem Antrieb im Stil des EV6 GT an, der mit seinem 430-kW-Allradantrieb in 3,5 Sekunden auf 100 spurtet.

Quelle: Motor.tv (Video), Automedia/CarPix (Bilder)

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